Gegensätzliche Signale prägen derzeit die Stimmung bei Solana. Morgan Stanley reicht einen überarbeiteten Antrag für einen Spot-ETF ein – doch parallel dazu steigt eine andere Großbank aus.
Der Finanzkonzern aktualisierte am 20. Mai seinen S-1-Antrag für den „MSOL“-ETF. Das Besondere: Der Fonds darf bis zu 100 Prozent seiner SOL-Bestände staken, um zusätzliche Renditen zu erwirtschaften. Als Verwahrstellen fungieren BNY Mellon und Coinbase Custody. Gelistet werden soll der ETF an der NYSE Arca. Einen Starttermin oder eine Gebührenstruktur nannte Morgan Stanley nicht – die Zulassung durch die SEC steht noch aus.
Institutionelle Flüsse laufen auseinander
Während Morgan Stanley vorprescht, rudert Goldman Sachs zurück. Die Investmentbank liquidierte im ersten Quartal 2026 ihre Positionen in Solana-ETFs – ein bemerkenswerter Rückzug. Das bedeutet jedoch keinen generellen Abfluss. Spot-Solana-ETFs verzeichneten am 19. Mai Nettozuflüsse von 3,78 Millionen Dollar, nachdem die Vorwoche mit 39,3 Millionen Dollar stark verlaufen war.
Solana selbst notiert derweil bei 85,73 Dollar – nahe dem 52-Wochen-Tief von 77,74 Dollar. Auf Jahressicht liegt der Kurs 48,6 Prozent im Minus, seit Jahresanfang 32,3 Prozent. Die technischen Indikatoren zeigen wenig Erholungssignale: Der RSI liegt bei 31,9 Punkten, der Kurs unterbietet den 200-Tage-Durchschnitt um 21,5 Prozent. Immerhin: Die Volatilität bleibt mit annualisiert 30,5 Prozent für Krypto-Verhältnisse moderat.
Netzwerk wächst – Upgrade in Sicht
Hinter den Kursschwankungen arbeitet die Solana-Blockchain unvermindert. Im ersten Quartal 2026 wickelte das Netzwerk wirtschaftliche Aktivitäten im Wert von 1,1 Billionen Dollar ab – Stablecoin-Transfers machten davon 832,7 Milliarden Dollar aus.
Technisch steht das „Alpenglow“-Upgrade bevor, das die Blockfinalität auf 150 Millisekunden senken soll. Sollte der MSOL-ETF grünes Licht bekommen, könnte das institutionelle Kapital in eine regulierte Anlageform fließen – und Solana aus seiner Preiskonsolidierung bringen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die SEC mitspielt.
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