Solana erlebt den nächsten Test seiner Vertrauensfrage – nicht an der Börse, sondern auf Regulierungsebene. Mit dem geplanten Solana-ETF von Morgan Stanley rückt der Coin endgültig in eine Liga mit Bitcoin und Ethereum auf. Parallel ziehen Ökosystem-News und hohe On-Chain-Aktivität die Aufmerksamkeit an. Entscheidend ist nun, ob der Kurs die technische Hürde nach oben auflösen kann.
Wichtige Marken und Technik
Solana notiert aktuell bei 138,29 US‑Dollar und liegt damit moderat über dem 50‑Tage-Durchschnitt von 131,39 US‑Dollar. Nach einer spürbaren Erholung in den vergangenen sieben Tagen (+9,12 %) steckt der Kurs dennoch deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch, der Abstand beträgt rund 41 %.
Charttechnisch steht eine Richtungsentscheidung an. Im vierstündigen Zeitfenster hat sich ein „Golden Cross“ gebildet, bei dem der kurzfristige gleitende Durchschnitt (50‑Tage-SMA) den langfristigen (200‑Tage-SMA) von unten nach oben kreuzt – ein Muster, das oft als Vorbote für weiteren Auftrieb gilt.
Die Kehrseite: Um dieses Signal zu bestätigen, muss Solana den Widerstandsbereich zwischen 144 und 147 US‑Dollar überzeugend hinter sich lassen. Gelingt der Ausbruch nicht, droht laut Marktbeobachtern ein Rücksetzer in Richtung der Unterstützungszone um 116 US‑Dollar. Ein klarer Durchbruch nach oben würde dagegen technisch Raum in Richtung 163 US‑Dollar eröffnen. Der RSI von 40,2 signalisiert derzeit weder eine Überkauft- noch eine Überverkauft-Situation, was gut zu dieser Abwartehaltung passt.
Morgan Stanley plant Solana-ETF
Den größten Schub für die Story liefert derzeit nicht der Chart, sondern die Regulierungsschiene. Am 6. Januar 2026 hat Morgan Stanley bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Antrag für einen Solana Trust ETF eingereicht. Damit würde Solana als Basiswert für ein klassisches Bankprodukt handelbar – ähnlich wie es Anleger bereits von Bitcoin- und Ethereum-Vehikeln kennen.
Für die Wahrnehmung des Coins ist das ein wichtiger Schritt. Solana wird damit klar als eigenständige Anlageklasse adressiert, die Zugang zum breiten Retail-Kanal großer US-Banken erhalten könnte. Der Antrag kommt zudem zu einem Zeitpunkt, zu dem die Volatilität im Gesamtmarkt hoch ist, aber dennoch deutliche Mittelzuflüsse in Solana-Produkte gemeldet werden.
Berichten zufolge sind Solana-Investmentprodukte im Vorfeld des Jahreswechsels 2025/26 auf rund 1 Milliarde US‑Dollar Nettomittelzuflüsse gekommen. Damit übertrifft Solana teilweise etablierte Krypto-Assets, die deutlich länger am Markt sind. Marktteilnehmer werten dies als Hinweis darauf, dass institutionelle Investoren die Infrastruktur des Netzwerks weiterhin als tragfähig einstufen – trotz der schwächeren Kursentwicklung im Vergleich zum Höchststand.
Ökosystem-Schub durch Solana Mobile
Parallel zum ETF-Thema arbeiten die Entwickler an der Bindung der Community über neue Governance-Strukturen. Solana Mobile hat die Einführung des eigenen Governance-Tokens $SKR angekündigt. Dieser soll eine zentrale Rolle bei der Steuerung der mobilen Solana-Plattform spielen.
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Die Eckdaten des Airdrops sind klar umrissen:
- Gesamtangebot: 10 Milliarden $SKR
- Airdrop-Reserve: 30 % des Gesamtangebotes
- Sofortige Zuteilung: 20 % für Seeker-Gerätebesitzer und Ökosystem-Entwickler
Mit dieser Aufteilung soll die Roadmap des Solana-Mobile-Betriebssystems stärker dezentralisiert werden. Inhaber von $SKR erhalten Stimmrechte, etwa bei der Entscheidung über künftige App-Integrationen.
Der Markt reagiert bereits: Die Ankündigung hat Solana im Tagesverlauf zu einer Outperformance gegenüber vielen anderen Altcoins verholfen, mit einem intraday Plus von rund 3 % relativ zur Peergroup. Hintergrund ist die Erwartung, dass für die Teilnahme am Airdrop und die Nutzung damit verbundener Anwendungen zusätzliche Nachfrage nach SOL als „Treibstoff“ des Netzwerks entstehen könnte. Der Start der Claim-Phase ist für Ende Januar vorgesehen.
Hohe On-Chain-Aktivität trotz Kursdruck
Die Kurskonsolidierung steht in einem deutlichen Kontrast zur Aktivität auf der Blockchain. Dezentrale Börsen (DEX) auf Solana haben in der vergangenen Woche rund 30 Milliarden US‑Dollar Handelsvolumen verarbeitet. Das Niveau liegt in der Größenordnung der Volumenspitzen von über 4 Milliarden US‑Dollar pro Tag, die Anfang Januar beobachtet wurden.
Treiber dieser Umsätze sind nach wie vor vor allem spekulative Token und Meme-Coins, die einen schnellen Umschlag im Orderbuch mit sich bringen. Für das Netzwerk bleibt das aber nicht folgenlos: Mehr Volumen bedeutet höhere Einnahmen aus Gebühren – und über integrierte Burn-Mechanismen wird ein Teil der Gebühren in Form von SOL dauerhaft aus dem Umlauf genommen.
Dazu kommt der institutionelle Staking-Bereich. Unternehmens-Treasuries haben laut Berichten mehr als 12,5 Millionen SOL im Netzwerk gestakt. Diese Coins werden damit der direkten Marktliquidität entzogen und tragen zu einem verknappten frei verfügbaren Angebot bei, solange die Staking-Perioden laufen.
Sentiment: Stärke im schwachen Umfeld
Das Stimmungsbild rund um Solana wirkt derzeit robuster als das des Gesamtmarktes. Während der übergeordnete Krypto Fear & Greed Index mit einem Stand von 25 von 100 klar auf „Extreme Fear“ verweist, zeigt Solana relative Stärke. Der Coin profitiert von der Kombination aus institutioneller Positionierung, hoher On-Chain-Aktivität und den strukturellen Impulsen durch ETF-Antrag und Mobile-Governance.
Marktteilnehmer sehen den Bereich um 144 US‑Dollar als zentrale Marke. Ein Tagesschluss mit hohem Volumen oberhalb dieser Zone würde die technisch bereits angelegte bullishe Interpretation stützen und wäre ein wichtiges Signal dafür, dass die institutionelle Solana-These auch im Kursbild ankommt. Scheitert der Ausbruchsversuch hingegen mehrfach, rückt der Bereich um 116 US‑Dollar als potenzielle Auffanglinie wieder stärker in den Fokus.
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