Der Februar 2026 hat Solana heftig zugesetzt. Die Kryptowährung verlor über 31 Prozent – doch das eigentliche Problem liegt tiefer: Die Memecoin-Maschinerie, die Solana monatelang antrieb, ist ins Stocken geraten. Während institutionelle Zuflüsse über Spot-ETFs weiterlaufen und das massive Alpenglow-Upgrade vor der Tür steht, zeigen On-Chain-Daten ein klares Bild: Die Verkäufer haben das Ruder übernommen.
DEX-Volumen bricht ein
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. In der Woche zum 2. Februar erreichte das gesamte DEX-Volumen auf Solana noch 118,2 Milliarden Dollar – Pump.fun steuerte 61,4 Milliarden bei, Meteora 20,1 Milliarden. Drei Wochen später, zum 23. Februar, war das Gesamtvolumen auf 44,5 Milliarden Dollar geschrumpft. Ein Rückgang von 62 Prozent. Pump.fun fiel auf 30,5 Milliarden, Meteora brach um 83 Prozent auf nur noch 3,4 Milliarden ein.
Was zunächst wie eine normale Korrektur aussah, entpuppt sich als struktureller Bruch. Die Memecoin-Aktivität, die fast die Hälfte der Protokollgebühren generierte, ist eingebrochen – und mit ihr ein wesentlicher Ertragspfeiler des Netzwerks.
On-Chain-Signale drehen ins Negative
Anfang Februar, als das DEX-Volumen seinen Höhepunkt erreichte, flossen Token massiv von den Börsen ab – ein klassisches Akkumulationssignal. Ende Februar hatte sich das Bild komplett gedreht. Die Nettozuflüsse auf Börsen stiegen auf über 1,56 Millionen SOL, ein Anstieg von rund 40 Prozent innerhalb von drei Tagen.
Noch drastischer fiel die Entwicklung bei langfristigen Haltern aus. Die sogenannte Hodler-Nettoposition, die Ende Januar bei 3,47 Millionen SOL lag, brach bis zum 26. Februar auf 266.744 SOL ein – ein Rückgang um 92 Prozent. Langfristig orientierte Wallets ziehen sich zurück, während Verkaufsdruck auf die Börsen drückt.
ETF-Zuflüsse als Gegengewicht
Inmitten des On-Chain-Verfalls gibt es einen Lichtblick: Solana-Spot-ETFs verzeichneten im gesamten Februar durchgehend positive Zuflüsse – während Bitcoin- und Ethereum-ETFs Abflüsse hinnehmen mussten. In der Woche zum 20. Februar flossen 14,31 Millionen Dollar in SOL-ETFs, eine Woche später waren es bereits 43,13 Millionen – der höchste Wochenwert des Monats.
Die SEC hat zwar Entscheidungen zu mehreren Spot-ETF-Anträgen verschoben, fordert jedoch aktualisierte Unterlagen mit Staking-Klauseln an. Bestehende US-Solana-ETFs zählten bis zum 19. Februar sechs aufeinanderfolgende Tage mit Zuflüssen. Doch selbst diese institutionelle Nachfrage konnte den 17-prozentigen Kursverlust im Februar nicht verhindern – das Verkaufsvolumen auf der Blockchain überwiegt derzeit klar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Solana?
Alpenglow: Das technische Ass im Ärmel
Solanas Roadmap sieht für das erste Quartal 2026 das größte Core-Upgrade der Netzwerkgeschichte vor: Alpenglow (SIMD-0326). Ziel ist es, die Transaktionsfinalisierung von rund 12 Sekunden auf 150 Millisekunden zu senken, indem die Validator-Abstimmung off-chain verlagert wird.
Alpenglow ersetzt Tower BFT und Proof of History durch zwei neue Komponenten: Votor und Rotor. Votor führt ein leichtgewichtiges Vote-Aggregationsmodell ein, bei dem Validatoren Stimmen off-chain bündeln, bevor sie die finale Bestätigung abgeben. Blöcke können damit innerhalb von ein bis zwei Bestätigungsrunden finalisiert werden – theoretisch in 100 bis 150 Millisekunden. Das wäre rund 100-mal schneller als die ursprünglichen 12,8 Sekunden.
Die Community hat das Upgrade mit beeindruckender Mehrheit angenommen: 52 Prozent der Validator-Stakes nahmen teil, 99,6 Prozent stimmten dafür. In dezentralen Netzwerken ist eine solche Einigkeit bei großen Protokolländerungen selten.
Stablecoins als neue Einnahmequelle
Geoffrey Kendrick, Chef-Krypto-Analyst bei Standard Chartered, hat seine Kursprognose für SOL von 310 auf 250 Dollar bis Ende 2026 gesenkt. Langfristig bleibt er jedoch optimistisch und sieht einen Pfad auf 2.000 Dollar bis 2030 – getrieben durch Solanas wachsende Rolle bei Stablecoin-basierten Mikrozahlungen.
2025 stammte fast die Hälfte der Protokollgebühren aus Memecoin-Handel auf dezentralen Börsen. Aktuelle Daten zeigen jedoch eine Verschiebung: Handelsströme fließen zunehmend in SOL-Stablecoin-Paare. Der Stablecoin-Umsatz auf Solana übertrifft inzwischen deutlich den auf Ethereum – ein Hinweis auf hochfrequente, kosteneffiziente Transaktionen.
Kritische Zone bei 80 Dollar
Die 80-Dollar-Marke hat während des aktuellen Ausverkaufs die meiste Handelsaktivität absorbiert. Mehrfache Tests haben stattgefunden, was sie zur wichtigsten kurzfristigen Unterstützung macht. Allerdings schwächen wiederholte Retests eine Zone tendenziell, anstatt sie zu stärken. Ein klarer Bruch unter 80 Dollar würde den Weg Richtung 64 Dollar öffnen – und dann zum Head-and-Shoulders-Ziel nahe 59 Dollar.
Ob die 80-Dollar-Marke hält, dürfte den März prägen. Darüber ist eine holprige Konsolidierung mit ETF-getriebenen Erholungen das wahrscheinlichere Szenario. Darunter wird die Bewegung Richtung 59 bis 64 Dollar zum Basisszenario. Solange sich das Halter-Verhalten nicht umkehrt, die DEX-Aktivität nicht stabilisiert und Alpenglow nicht liefert, bleibt der Weg des geringsten Widerstands nach unten gerichtet.
Solana: Kaufen oder verkaufen?! Neue Solana-Analyse vom 1. März liefert die Antwort:
Die neusten Solana-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Solana-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Solana: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
