Solana steckt in einem eigenartigen Widerspruch. Während institutionelle Anleger über Wochen hinweg Kapital in die Kryptowährung pumpen, kommt der Kurs kaum vom Fleck. Diese Diskrepanz zwischen Netzwerkstärke und Kursverlauf wirft die Frage auf, wie lange der Markt beide Signale noch getrennt bewerten kann.
SOL notiert aktuell bei rund 75 Dollar und hat in der vergangenen Woche mehr als vier Prozent verloren. Damit liegt die Kryptowährung etwa 74 Prozent unter ihrem Allzeithoch von 293 Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit rund 43 Milliarden Dollar.
ETF-Zuflüsse trotzen dem Kursdruck
Die Spot-ETFs für Solana haben seit ihrem Start im Oktober 2025 mehr als eine Milliarde Dollar an kumulierten Nettozuflüssen erreicht. Bitwise BSOL führt das Feld mit knapp 861 Millionen Dollar an, Fidelitys FSOL kommt auf 196 Millionen Dollar. Bemerkenswert: Jeder Handelstag im Juli schloss mit positivem Zufluss ab, während Bitcoin-ETFs im gleichen Zeitraum Abflüsse von über 527 Millionen Dollar verzeichneten.
Hinzu kommt ein neuer Vertriebskanal für Privatanleger. Morgan Stanley hat am 16. Juli den direkten Spothandel mit Bitcoin, Ethereum und Solana über die E*Trade-Plattform freigeschaltet, abgewickelt über den Infrastrukturanbieter Zero Hash. Die Gebühr liegt bei 50 Basispunkten pro Trade, eine Transferfunktion für bestehende Kryptobestände soll später im Jahr folgen.
Auch auf Netzwerkebene zeigt sich Stärke: Die Zahl aktiver Wallet-Adressen nähert sich der Marke von sieben Millionen, rund 1,4 Millionen davon sind erst in den vergangenen drei Wochen hinzugekommen. Die Transaktionen pro Sekunde steigen auf durchschnittlich 1.100 und testen damit ein neues Allzeithoch für den Netzwerkdurchsatz.
Technisches Bild bleibt gespalten
Auf dem Monatschart ist laut Analystenbeobachtungen das erste TD-Sequential-Kaufsignal seit Oktober aufgetaucht. Der Supertrend-Support liegt bei 69,62 Dollar und hält bislang, während der 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 72 Dollar die entscheidende Linie für die langfristige Trendrichtung markiert. Zwischen 76,50 und 78,70 Dollar verdichten sich Liquidationscluster, die bei einem Anstieg als Preismagnet wirken könnten.
Ein weiterer Faktor spielt den Käufern in die Karten: Die Börsenreserven von SOL sind zwischen dem 3. und 11. Juli um rund 100 Millionen Token gefallen. Das reduziert das sofort verfügbare Verkaufsangebot und könnte künftige Kursbewegungen verstärken. Der Fear-and-Greed-Index steht derweil bei 25 — ein Wert, der auf anhaltende Vorsicht im Gesamtmarkt hindeutet.
Die Prognosen für den weiteren Jahresverlauf reichen von 70 bis 150 Dollar, wobei ein Durchbruch über die Marke von 80 Dollar als Schlüsselereignis gilt. Gelingt dieser Sprung, öffnet sich nach gängiger Einschätzung der Weg Richtung 100 bis 120 Dollar. Bleibt der Widerstand intakt, dürfte sich der Kurs vorerst zwischen dem Support bei knapp 70 Dollar und der 80-Dollar-Marke bewegen.
Solana: Kaufen oder verkaufen?! Neue Solana-Analyse vom 20. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Solana-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Solana-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Solana: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
