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Solana: Infrastruktur wächst, Netzwerk schwächelt

Trotz neuer Zugänge für institutionelle und private Anleger verzeichnet das Solana-Netzwerk stark rückläufige DeFi-Werte, Handelsvolumina und Gebühren. Der Kurs liegt deutlich unter dem Jahresdurchschnitt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Staking- und Handelszugänge für Anleger
  • Starker Rückgang bei DeFi-Werten und Volumina
  • Kursverlust von 34 Prozent seit Jahresbeginn
  • Wachsende institutionelle Infrastruktur und KI-Nutzung

Galaxy Digital und Interactive Brokers haben am 31. März gleichzeitig neue Zugangswege zu Solana eröffnet — für institutionelle und private Anleger gleichermaßen. Die Meldungen klingen nach Aufbruch. Das On-Chain-Bild erzählt eine andere Geschichte.

Neue Zugangswege für zwei Zielgruppen

Galaxy Digital führte Solana-Staking auf seiner GalaxyOne-Plattform ein. Berechtigte US-Kunden können SOL mit variablen Renditen von bis zu 6,5 % APY staken. Bis Ende 2026 verzichtet Galaxy dabei vollständig auf Plattformprovisionen — ein klarer Anreiz zur Nutzung.

Parallel dazu öffnete Interactive Brokers den direkten Solana-Handel für Privatanleger im Europäischen Wirtschaftsraum. Über die regulierte irische Einheit des Brokers können nun rund 450 Millionen Menschen in Europa SOL kaufen und verkaufen. Die Abwicklung läuft über den Infrastrukturanbieter Zero Hash Europe, die Handelsgebühren liegen zwischen 0,12 % und 0,18 % des Handelswerts.

Institutionelle Infrastruktur, schwache On-Chain-Zahlen

Diese Schritte reihen sich in eine breitere Entwicklung ein. Die Solana Foundation stellte Ende März die Solana Developer Platform vor — eine API-Infrastruktur, die Finanzinstituten den Aufbau von Produkten auf Solana erleichtern soll. Mastercard, Western Union und Worldpay gehören zu den frühen Nutzern, unter anderem für Stablecoin-Abwicklung und grenzüberschreitende Zahlungen.

Hinzu kommt ein wachsendes Standbein im KI-Bereich: Laut Solana Foundation wurden 2026 bereits 15 Millionen On-Chain-Zahlungen von KI-Agenten abgewickelt, überwiegend für Pay-per-Use-API-Anfragen.

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Das On-Chain-Bild trübt das positive Narrativ jedoch spürbar ein. Das Total Value Locked im Solana-DeFi-Sektor ist auf rund 6,3 Milliarden USD gefallen — der niedrigste Stand seit September 2024. Das DEX-Volumen sank auf 55,5 Milliarden USD, die Netzwerkgebühren im März auf 18,5 Millionen USD, ein Rückgang von 42 % gegenüber Januar. Haupttreiber ist die nachlassende Aktivität auf dezentralen Börsen.

Der Kurs spiegelt die angespannte Lage wider: Seit Jahresbeginn hat SOL rund 34 % verloren und notiert damit weit unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts. Der Crypto Fear & Greed Index steht aktuell bei 8 Punkten — „Extreme Fear“.

Immerhin: Bei der Anzahl von dezentralen Anwendungen mit einem monatlichen Umsatz von mindestens einer Million USD übertrifft Solana weiterhin andere Netzwerke. Das könnte die Entwickleraktivität mittelfristig stützen — vorausgesetzt, die Marktstimmung dreht sich.

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Diskussion zu Solana

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

Mit seiner Expertise unterstützt er Anleger dabei, die Chancen des Kapitalmarkts systematisch und langfristig zu nutzen – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.