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Solana: Falsche Richtung?

Ein massiver Hackerangriff auf das Drift Protocol, der nordkoreanischen Akteuren zugeschrieben wird, sowie ein toxisches Marktumfeld führen zu erheblichen Verlusten im Solana-Ökosystem.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zweitgrößter Diebstahl in Solanas Geschichte
  • Soziales Engineering statt Code-Schwachstelle
  • DeFi-Gesamtkapital schrumpft um Milliarden
  • Kurs notiert knapp über Jahrestief

Das Solana-Ökosystem verarbeitet derzeit den zweitgrößten Diebstahl seiner Geschichte. Blockchain-Analysten machen staatlich unterstützte nordkoreanische Hacker für den Raubzug beim Drift Protocol verantwortlich, bei dem fast 300 Millionen US-Dollar entwendet wurden. Gleichzeitig sorgt ein toxisches makroökonomisches Umfeld dafür, dass der Verkaufsdruck auf die Kryptowährung weiter zunimmt.

Perfide Täuschung statt Code-Fehler

IT-Sicherheitsexperten betonen, dass der zugrundeliegende Code der Blockchain intakt blieb. Die Angreifer nutzten vielmehr eine gezielte Manipulation des fünfköpfigen Sicherheitsrats von Drift. Durch Social Engineering erschlichen sie sich zwei irreführende Freigaben.

Diese Genehmigungen ermöglichten es den Tätern, die sogenannte „Durable Nonces“-Funktion – eigentlich ein Werkzeug für bequemere Offline-Transaktionen – zu missbrauchen. Sie konnten Transaktionen bereits Ende März im Vorfeld signieren und Tage später ausführen, um die Tresore des Protokolls zu leeren.

Massive Kapitalflucht

Die Folgen für den Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) auf Solana sind gravierend. Das gesperrte Kapital (TVL) des gesamten Netzwerks schrumpfte infolge des Vorfalls um rund eine Milliarde US-Dollar. Allein beim Drift Protocol flossen unrechtmäßig folgende Summen ab:

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  • 155,6 Millionen US-Dollar in JLP
  • 60,4 Millionen US-Dollar in USDC
  • 11,3 Millionen US-Dollar in cbBTC

Um die Spuren zu verwischen, leiteten die Täter die Beute über verschiedene Krypto-Brücken und den Mixer Tornado Cash um. Einzahlungen und Abhebungen bei Drift wurden vorübergehend ausgesetzt.

Makro-Sorgen verstärken Abwärtstrend

Neben dem protokollspezifischen Vorfall belasten externe Faktoren den Markt. Geopolitische Spannungen und ein auf 110 US-Dollar gestiegener Ölpreis dämpfen die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank. Diese Kombination aus Sicherheitsbedenken und schwindender Risikobereitschaft der Anleger spiegelt sich direkt im Chart wider. Aktuell notiert der Token bei 79,19 US-Dollar und bewegt sich damit nur noch knapp zwei Prozent über seinem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust mittlerweile auf über 37 Prozent.

Während institutionelle Projekte wie der Start einer SoFi-Banking-Plattform auf Solana eigentlich eine fortschreitende Adaption signalisieren, rücken diese Nachrichten angesichts des Hacks völlig in den Hintergrund. Kurzfristig wird die Aufarbeitung der nordkoreanischen Cyber-Bedrohung und die Schließung der ausgenutzten administrativen Lücken die Agenda der Entwickler dominieren.

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