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Symbolbild, KI-generiert

SoftBank Group Aktie: Verschuldungsquote steigt auf 31 Prozent

Fitch erwartet bei SoftBank bis März 2027 höhere Verschuldung, während OpenAI-Zusagen und steigende Zinsen den Finanzierungsdruck erhöhen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fitch prognostiziert höhere Verschuldungsquote
  • SoftBank-Aktie steigt um 7,2 Prozent
  • OpenAI-Engagement umfasst 64,6 Milliarden Dollar
  • Dritte Investitionstranche über zehn Milliarden Dollar

Die gewaltige Wette auf künstliche Intelligenz verändert das Finanzprofil der SoftBank Group grundlegend. Während das Engagement beim ChatGPT-Entwickler OpenAI das Portfolio des japanischen Technologiekonzerns dominiert, rückt die Kehrseite der massiven Expansion in den Mittelpunkt: die spürbar anziehende Verschuldung.

Fitch warnt vor steigender Verschuldungsquote

Die Ratingagentur Fitch bewertet die Bonität der Verbindlichkeiten von SoftBank mit BB+ und stuft sie damit im spekulativen Bereich ein. Zwar bescheinigen die Analysten dem Konzern weiterhin ausreichende Liquidität und verlässlichen Zugang zu den Kapitalmärkten, doch die Kennzahlen geraten unter Druck.

Bis Ende März 2027 prognostiziert Fitch einen Anstieg des Verhältnisses von Schulden zu Vermögenswerten (Loan-to-Value) auf brutto 31 Prozent sowie netto 28 Prozent. Ende Juni 2026 hatten diese Werte noch bei 20 beziehungsweise 18 Prozent gelegen.

Der wachsende Kapitalbedarf spiegelt sich auch in den Finanzierungskosten wider. Für Dollar-Verbindlichkeiten mit Fälligkeit im Jahr 2031 kletterte die Rendite im September auf 8,2 Prozent, nachdem sie im Januar noch bei 6,7 Prozent gelegen hatte.

Die Ratingagentur S&P führt das Unternehmen mit einer identischen Einstufung von BB+. Dennoch honorieren die Aktionäre die Wachstumsfantasie an den Märkten: Das Papier verzeichnet heute ein Kursplus von 7,2 Prozent auf 38,05 Euro.

Buchgewinne federn das Zinsrisiko ab

Dass die Kreditüberwacher trotz der hohen Schuldenaufnahme keine akute Schieflage sehen, liegt an den enormen Wertzuwächsen im bestehenden Beteiligungsportfolio. Allein bei der Chip-Tochter Arm Holdings sowie OpenAI fielen bis Ende Juni 2026 kumulierte Fair-Value-Gewinne in Höhe von 364 Milliarden US-Dollar an. Im Zeitraum von Ende März 2023 bis Ende Juni 2026 legte das gesamte Aktienportfolio der Gruppe um 275 Prozent zu.

Die Liquiditätspolster sind vorerst intakt. Ende Juni 2026 wies der Konzern liquide Mittel von rund 1,8 Billionen Yen sowie ungenutzte Kreditlinien über 490 Milliarden Yen aus. Dem standen innerhalb der kommenden zwei Jahre fällige Anleiherückzahlungen im Gesamtvolumen von etwa 1,5 Billionen Yen gegenüber.

Milliardenverpflichtung vor entscheidendem Stichtag

Hinter den jüngsten Kapitalmaßnahmen steht die schrittweise Erfüllung der enormen Zusagen an OpenAI. Insgesamt beläuft sich das finanzielle Commitment von SoftBank auf rund 64,6 Milliarden US-Dollar, was einem Beteiligungsanteil von etwa 13 Prozent entspricht. Die Transaktion basiert auf einer Bewertung des KI-Entwicklers von 730 Milliarden US-Dollar vor Geldeingang.

Zur Strukturierung der Verbindlichkeiten begibt SoftBank Hochzinsanleihen (heute), um bestehende kurzfristige Brückenfinanzierungen abzulösen und anstehende Verpflichtungen zu bedienen. Bereits am 1. Oktober steht die Zahlung der dritten Tranche in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar für die Folgeinvestition an.

Zudem erweiterte das Unternehmen eine bestehende Kreditfazilität (vor gut einer Woche). Das Management tauscht damit sukzessive kurzfristige Kredite gegen längerfristige Verbindlichkeiten aus, um die Liquiditätsbasis für den kostspieligen Ausbau der KI-Infrastruktur abzusichern.

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