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Symbolbild, KI-generiert

SoftBank Group Aktie: Börsengang verschoben?

Bewertungszweifel und die starke OpenAI-Abhängigkeit bremsen SB Energys IPO-Vermarktung; SoftBank finanziert eine weitere OpenAI-Tranche.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SEC stellt zusätzliche Fragen zum Börsengang
  • Investoren zweifeln an 60-Milliarden-Dollar-Bewertung
  • OpenAI ist zentraler künftiger Abnehmer
  • SoftBank akzeptiert Anleiherenditen bis 9,75 Prozent

Die von der SoftBank Group gestützte SB Energy verschiebt die Vermarktung ihres geplanten Börsengangs. Das Unternehmen reagiert damit auf zusätzliche Fragen der US-Börsenaufsicht SEC. Gleichzeitig sorgen wachsende Vorbehalte am Kapitalmarkt für Zurückhaltung, da institutionelle Investoren die ambitionierten Bewertungsansätze im Bereich der künstlichen Intelligenz zunehmend kritisch hinterfragen.

Skepsis bei Bewertung und Kundenfokus

Hinter der Verzögerung stehen Medienberichten zufolge spürbare Bedenken potenzieller Geldgeber hinsichtlich der angestrebten Bewertung von rund 60 Milliarden US-Dollar. Ein zentraler Kritikpunkt ist die erhebliche Abhängigkeit des Infrastrukturentwicklers von OpenAI als Hauptabnehmer künftiger Kapazitäten.

Die Verbindung zwischen den Akteuren ist eng geknüpft. Für ein von SB Energy entwickeltes Rechenzentrum im US-Bundesstaat Ohio sicherte Nvidia eine Garantie von bis zu 105 Milliarden US-Dollar zu. Diese Absicherung soll es OpenAI ermöglichen, den Standort zu mieten.

Parallel dazu beteiligt sich Nvidia mit 1,5 Milliarden US-Dollar direkt an SB Energy. Anleger fordern in diesem Marktumfeld jedoch verstärkt bereits betriebene Kapazitäten sowie langfristig abgesicherte Abnahmeverträge ein.

Teure Finanzierung für OpenAI-Beteiligung

Die Zurückhaltung am Markt trifft den japanischen Technologiekonzern in einer Phase hoher Kapitalbindung. Zur Finanzierung seiner massiven KI-Offensive begab SoftBank Dollar- und Euro-Anleihen über umgerechnet 11,1 Milliarden US-Dollar.

Die Nachfrage nach den mit einem BB+-Rating von S&P eingestuften Papieren übertraf das Angebot zwar um das Vierfache. Allerdings musste SoftBank dafür hohe Renditen zwischen 8,63 Prozent und 9,75 Prozent akzeptieren.

Der Großteil dieser Mittel dient der Finanzierung der letzten Zahlung einer auf 30 Milliarden US-Dollar bezifferten OpenAI-Folgeinvestition. Der Vollzug dieser Tranche ist für den 1. Oktober 2026 terminiert. Nach diesem Schritt summiert sich SoftBanks Engagement bei OpenAI auf insgesamt 64,6 Milliarden US-Dollar, was einem Beteiligungsanteil von rund 13 Prozent entspricht.

Zinsumfeld belastet kapitalintensive Projekte

Die Verschiebung bei SB Energy fällt in eine Phase spürbar anziehender Refinanzierungskosten für die gesamte Branche. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterten zuletzt in die Nähe von 5,17 Prozent. Damit verteuert sich die Fremdkapitalaufnahme für milliardenschwere Rechenzentrumsprojekte und Halbleiterinfrastrukturen branchenweit.

An der Börse fing sich der japanische Mischkonzern zuletzt nach einer schwächeren Handelswoche. Am Freitag schloss die Aktie im europäischen Handel bei 34,97 Euro, was einem Tagesgewinn von 1,9 Prozent entsprach.

Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier damit noch ein Plus von 28 Prozent. Ob die ambitionierten KI-Beteiligungen die erhofften Renditen abwerfen, hängt künftig jedoch maßgeblich davon ab, wie rasch Töchter wie SB Energy den Weg an die öffentlichen Kapitalmärkte finden.

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