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SoftBank Group Aktie: 7,27 Prozent Kursplus vor Quartalszahlen

SoftBank Corp. meldet Rekordumsatz und kräftiges KI-Wachstum. Die Aktie der Holding legt deutlich zu, während Anleger auf die Quartalszahlen am Donnerstag warten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von 7,27 Prozent
  • Rekordumsatz bei SoftBank Corp.
  • KI- und Cloud-Segment wächst stark
  • Group-Bilanz am Donnerstag erwartet

Mit einem deutlichen Kursplus von 7,27 % reagieren Anleger heute auf die jüngsten operativen Fortschritte im SoftBank-Kosmos. Während die Holdinggesellschaft SoftBank Group ihre detaillierten Quartalszahlen erst am Donnerstag vorlegen wird, lieferte die börsennotierte Tochtergesellschaft SoftBank Corp. am heutigen Dienstag bereits starke Eckdaten für das erste Geschäftsquartal, das am 30. Juni endete. Der aktuelle Kurs der SoftBank Group kletterte im Zuge dieser Nachrichten auf 30,89 €, was einer Marktkapitalisierung von rund 166,02 Milliarden € entspricht.

Cloud-Geschäft und KI treiben das operative Wachstum

Die operative Tochtergesellschaft SoftBank Corp., die unter dem Ticker 9434 gehandelt wird, verzeichnete einen Rekordumsatz von 1.814,7 Milliarden Yen, was einem Zuwachs von 9,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Nettogewinn der Tochter stieg um 3,3 % auf 150,1 Milliarden Yen. Besonders kräftig wuchs das Segment Enterprise, getrieben durch eine hohe Nachfrage nach Cloud-Diensten und Lösungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). In diesem Bereich legte der Umsatz um 31 % auf 77,1 Milliarden Yen zu.

Das Unternehmen plant, das jährliche Wachstum im Cloud- und KI-Sektor bis zum Geschäftsjahr 2027 bei einer Rate von 30 % zu stabilisieren. CEO Junichi Miyagawa betonte in diesem Zusammenhang den strategischen Wandel von der reinen KI-Ausbildung hin zur Inferenz-Anwendung. Um diese Ziele zu erreichen, nutzt das Unternehmen große Rechenzentren in Tomakomai und Osaka. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Tochtergesellschaft mit einem Gesamtumsatz von 7,5 Billionen Yen und einem Nettogewinn von 560 Milliarden Yen.

Group-Zahlen am Donnerstag im Fokus der Anleger

Trotz der positiven Signale der Tochter blicken Marktteilnehmer mit Spannung auf den kommenden Donnerstag, wenn die Muttergesellschaft SoftBank Group ihre Bilanz präsentiert. Analysten von LSEG prognostizieren für die Holding einen Nettogewinn von 148,4 Milliarden Yen für das abgelaufene Quartal. Im Fokus stehen dabei vor allem die Finanzierung der massiven KI-Investitionen und die Verschuldungssituation der Group.

Medienberichten zufolge hat die SoftBank Group Verpflichtungen von über 60 Milliarden US-Dollar für OpenAI und den Ausbau der KI-Infrastruktur zugesagt. Allein in der zweiten Jahreshälfte 2026 werden Fälligkeiten in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar erwartet, gefolgt von einem Brückenkredit über 40 Milliarden US-Dollar im März 2027. Zudem besteht ein Margin-Darlehen von 20 Milliarden US-Dollar auf die Anteile am Chipdesigner Arm. Die Ratingagentur S&P stuft das Kreditprofil von Arm als solide ein, bewertet die Position von OpenAI hingegen als schwach. Das Beleihungsverhältnis (Loan-to-Value) der Group wurde von S&P Ende März mit 33 % angegeben, während das Unternehmen intern von 17 % ausging.

Strategische Allianzen und hohe Investitionslast

Parallel zur Expansion im KI-Sektor festigt die SoftBank-Gruppe ihre Marktstellung in Japan durch neue Allianzen. Gemeinsam mit der Tochter PayPay und der Sumitomo Mitsui Card investiert SoftBank jeweils 100 Milliarden Yen in die Seven & i Holdings, die Muttergesellschaft der Kette 7-Eleven. Diese Partnerschaft zielt auf eine neue Distributionsallianz ab. Im Finanzsegment konnte die Tochter SoftBank Corp. ihren Betriebsgewinn bereits im ersten Quartal um 76 % steigern, unter anderem durch die Übernahme von Anteilen an T&D Financial Life durch PayPay.

Im Mobilfunksektor steht das Unternehmen vor Herausforderungen bei den Vertragskündigungen. Die Zahl der Smartphone-Verträge sank im ersten Quartal um 116.000 auf 31,835 Millionen. CEO Junichi Miyagawa gab jedoch an, dass der Rückgang der Verträge im zweiten Quartal enden dürfte und für das dritte Quartal wieder mit einem Wachstum zu rechnen sei. Der durchschnittliche Erlös pro Nutzer (ARPU) stieg bereits auf 3.770 Yen an, unterstützt durch Preiserhöhungen und neue Tarifmodelle wie „Paytoku 2“.

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Diskussion zu SoftBank Group

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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