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Symbolbild, KI-generiert

SoftBank: Arm-Kursziel bei 400 US-Dollar

SoftBank gewinnt 12 Prozent, während Arm-Prognosen, Anthropic-Perspektiven und geplante Börsengänge das Interesse an der Aktie stärken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SoftBank-Aktie legt 12 Prozent zu
  • Mizuho sieht Arm auf Outperform
  • Anthropic strebt Börsengang im Oktober an
  • SB Energy bereitet IPO vor

Die SoftBank Group verzeichnet am heutigen Montag einen deutlichen Kursanstieg und setzt damit ihren positiven Trend der vergangenen Tage fort. Der Aktienkurs kletterte im Tagesverlauf um 12 % auf 34,02 €, nachdem das Papier bereits am Freitag bei 30,50 € aus dem Handel gegangen war.

Getragen wird die Aufwärtsbewegung von einer optimistischen Analystenstimme zur wichtigsten Konzerntochter Arm sowie neuen Entwicklungen im Bereich der japanischen Übernahmeaktivitäten.

Arm-Prognosen und KI-Ambitionen stützen Bewertung

Ein wesentlicher Treiber für das aktuelle Investoreninteresse ist die Einschätzung des Analysehauses Mizuho zur Tochtergesellschaft Arm. Der Analyst Vijay Rakesh stuft die Titel des Chip-Designers mit „Outperform“ ein und hat ein Kursziel von 400 US-Dollar ausgegeben.

Bis zum Geschäftsjahr 2028 wird erwartet, dass Arm mit speziellen Prozessoren für Künstliche Intelligenz (AGI-CPUs) einen Umsatz von etwa einer Milliarde US-Dollar generiert. Da SoftBank weiterhin die Mehrheit an Arm hält, schlägt diese positive Erwartung unmittelbar auf die Bewertung des Mutterkonzerns durch.

Zusätzlich sorgt die Beteiligung Anthropic für Aufmerksamkeit. Das KI-Unternehmen hat Medienberichten zufolge eine Vereinbarung über 35 Milliarden US-Dollar mit dem Anbieter Lambda getroffen, um Rechenkapazitäten in Texas zu sichern.

Ein Börsengang von Anthropic wird bereits für Oktober 2026 angestrebt, wobei Marktexperten die Bewertung des Unternehmens auf bis zu 965 Milliarden US-Dollar taxieren. Diese Perspektiven untermauern die Strategie von SoftBank-Chef Masayoshi Son, den Konzern konsequent auf das Thema Künstliche Intelligenz auszurichten.

Übernahmekampf und Energie-IPO im Fokus

Neben dem Halbleitersektor rücken verstärkt japanische Übernahmeziele in den Blickpunkt. Laut Einschätzung der Strategen von Goldman Sachs befindet sich Japan in einer frühen Phase gesteigerter Buyout-Aktivitäten. Ein aktuelles Beispiel ist der Bieterstreit um das Unternehmen Kakaku.

Hier konkurriert ein Konsortium aus Bain Capital und SoftBank gegen den Finanzinvestor EQT. Japan gilt für M&A-Aktivitäten derzeit als einer der attraktivsten Märkte in Asien, da über 1.000 börsennotierte Firmen Umsätze von mehr als einer Milliarde US-Dollar erzielen und oft als unterbewertet gelten.

Parallel dazu bereitet SoftBank den Börsengang der Sparte SB Energy vor. Der geplante IPO erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Energiebedarf für KI-Datenzentren weltweit massiv ansteigt. Investoren sehen in der Verknüpfung von Technologieinvestments und gesicherter Energieversorgung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Dass der Bedarf real ist, zeigt sich auch in Südkorea: Dort wählten staatliche Stellen jüngst ein milliardenschweres Gaskraftwerk-Projekt in Texas als erste US-Investition aus, um den Stromhunger für KI-Anwendungen zu decken.

Marktumfeld und kurzfristige Performance

Die allgemeine Stimmung an den asiatischen Märkten begünstigt den Aufschwung der SoftBank-Aktie zusätzlich. In Seoul legten die Papiere von Samsung Electronics und SK Hynix am heutigen Montag ebenfalls deutlich zu, nachdem neue KI-Modelle wie „Astra“ die Fantasie der Anleger beflügelt hatten. Auch ausländische Investoren kehrten zuletzt als Käufer in den Sektor zurück.

Durch den heutigen Kurssprung summieren sich die Gewinne der SoftBank-Aktie in den vergangenen sieben Tagen auf insgesamt 21 %. Analysten führen die Dynamik unter anderem auf Eindeckungen von Leerverkäufern nach der vorangegangenen Korrektur zurück.

Das Zusammenspiel aus der Arm-Bewertung, den IPO-Plänen der Energietochter und der Erholung im Halbleitersegment sorgt derzeit für ein hohes Handelsvolumen und ein deutlich verbessertes Sentiment für den japanischen Technologie-Giganten.

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Diskussion zu SoftBank Group

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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