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Symbolbild, KI-generiert

SoftBank Aktie: Sons Fünf-Billionen-Wette

SoftBank-Chef Son prognostiziert gigantische KI-Investitionen bis 2040, während die Telekomsparte ihre Partnerschaft mit dem KI-Startup Sierra ausweitet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktienkurs legt um über zwei Prozent zu
  • KI-Investitionen von fünf Billionen Dollar prognostiziert
  • Ausweitung der Partnerschaft mit KI-Startup Sierra
  • Energiebedarf von Rechenzentren als zentrales Thema

Während sich die SoftBank-Aktie am Dienstag in Tokio um 2,28 Prozent auf 6.509 Yen verteuerte, sorgte deren Gründer Masayoshi Son mit einer Zahl für Aufsehen, die selbst für seine Verhältnisse ungewöhnlich groß ausfällt: 5 Billionen US-Dollar jährlich soll die Welt bis 2040 in künstliche Intelligenz investieren müssen. Bubble-Sorgen tut er dabei als „absurd“ ab.

Zwei Nachrichten, ein Muster

Auslöser für den Kursanstieg war zunächst eine handfestere Meldung: Die Telekomtochter SoftBank Corp weitet ihre Partnerschaft mit dem US-Softwarestartup Sierra aus. Bislang läuft die Zusammenarbeit über die Mobilfunkmarke LINEMO, künftig soll der KI-gestützte Kundenservice auch bei den Hauptmarken SoftBank und Y!mobile sowie in weiteren Konzernbereichen geprüft werden. Konkrete Zahlen zu Kosten oder Ertragswirkung nannte SoftBank Corp nicht — die Ausweitung ist als Prüfung formuliert, nicht als beschlossene Sache.

Ganz neu ist die Beziehung ohnehin nicht. Der SoftBank Vision Fund 2 investierte bereits im Dezember 2025 in Sierra, als das 2024 von den früheren Salesforce- und Google-Managern Bret Taylor und Clay Bavor gegründete Unternehmen seine Japan-Expansion ankündigte. Erst im Mai 2026 sammelte Sierra in einer von Greenoaks angeführten Runde weitere 350 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 10 Milliarden Dollar ein. Gemessen an Sierras eigenem Jahresumsatz von rund 150 Millionen Dollar bleibt der Deal für einen Konzern mit Billionen-Yen-Umsatz vorerst eher Signal als Zahlenwerk.

Sons Blick auf 2040

Auf der SoftBank-Jahreskonferenz in Tokio ging Son deutlich weiter als das operative Klein-Klein. Er rechnet damit, dass KI-Rechenzentren bis 2040 eine Leistung von 3 Terawatt benötigen — das 1,8-Fache des heutigen weltweiten Stromverbrauchs. Zunächst soll das vor allem über Gas gedeckt werden, langfristig setzt Son auf Kernfusion als günstigere und sauberere Energiequelle.

Seine These: Wenn KI bis 2040 rund 20 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung ausmacht, seien jährliche Ausgaben von 800 Billionen Yen nur ein Rundungsfehler. Woher die Zahl stammt oder wie er auf den GDP-Anteil kommt, erläuterte er nicht. Die Sierra-Partnerschaft reiht sich damit in ein dichtes Muster jüngster KI-Initiativen ein — erst Anfang Juli startete die Telekomsparte mit SB Neo eine eigene Vermietung von KI-Rechenkapazität, kurz darauf folgte eine weitere Tranche der milliardenschweren OpenAI-Investition, deren kumulierter Umfang noch 2026 die Marke von 60 Milliarden Dollar übersteigen soll.

Für die Aktie bedeutet das: Sie folgt derzeit stärker der KI-Erzählung als bestätigten Konzernzahlen. Ob sich Sons Billionen-These oder die Sierra-Ausweitung tatsächlich in Umsatz und Marge niederschlagen, bleibt in den kommenden Quartalsberichten zu beobachten.

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