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SoftBank Aktie: PayPay-Börsengang mit Schatten

Der Börsengang von SoftBanks Fintech-Tochter PayPay brachte weniger ein als geplant und belastete die Aktie. Gleichzeitig steht der Konzern unter Druck durch KI-Investitionen und Rating-Herabstufungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • PayPay-IPO unterhalb der angestrebten Preisspanne
  • SoftBank-Aktie verliert nach Börsengang deutlich
  • Ratingagentur stuft Ausblick auf negativ herab
  • Konzern schließt Rekordinvestition in OpenAI ab

PayPay, die Fintech-Tochter von SoftBank, feierte diese Woche ein beachtliches Debüt an der Nasdaq — der größte US-Börsengang eines japanischen Unternehmens seit zehn Jahren. Doch die Freude bei SoftBank fiel gemischt aus: Die Aktie des Mutterkonzerns geriet unter Druck, weil der IPO-Preis unterhalb der anvisierten Spanne lag.

Ein starkes Debüt mit Wermutstropfen

PayPay sammelte beim Börsengang 879,8 Millionen Dollar ein und eröffnete am Donnerstag rund 19 Prozent über dem Ausgabepreis von 16 Dollar — die Aktie startete bei 19 Dollar und schloss mit einem Tagesplus von 14 Prozent. Das bewertet das Unternehmen mit 12,7 Milliarden Dollar.

Allerdings hatte PayPay ursprünglich eine Preisspanne von 17 bis 20 Dollar angepeilt. Die Entscheidung, darunter zu bleiben, spiegelt das schwierige Marktumfeld wider: Geopolitische Spannungen und breite Volatilität dämpften die Risikobereitschaft der Investoren. SoftBank-Aktien in Tokio verloren daraufhin rund 4 Prozent auf 3.727 Yen.

PayPay-Chef Ichiro Inoue signalisierte nach dem Debüt Offenheit für eine zusätzliche Notierung an der Tokioter Börse. Zudem hatte das Unternehmen im vergangenen Monat eine Partnerschaft mit Visa angekündigt, um in den US-Markt zu expandieren.

SoftBank unter Druck durch KI-Wetten

Der Börsengang fällt in eine turbulente Phase für SoftBank. Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 20 Prozent verloren — ausgelöst unter anderem durch Zweifel an der Tragfähigkeit des KI-Infrastrukturprojekts „Stargate“, an dem SoftBank beteiligt ist. Zeitweise brachen die Papiere um 12,5 Prozent ein und erreichten den tiefsten Stand seit August 2025.

Parallel dazu weiteten sich SoftBanks Credit Default Swaps auf ein Elf-Monats-Hoch aus — mit rund 355 Basispunkten die höchsten unter japanischen Großunternehmen. S&P Global Ratings stufte den Ausblick auf „negativ“ herab, nachdem SoftBank seine Investition in OpenAI um weitere 30 Milliarden Dollar aufgestockt hatte. Die Ratingagentur warnte, die Wiederherstellung der Asset-Liquidität könnte länger dauern als erwartet.

Vollgas bei KI

Trotz der Kreditsorgen treibt SoftBank seine KI-Strategie konsequent voran. Das Unternehmen schloss seine Gesamtinvestition in OpenAI mit rund 40 Milliarden Dollar ab — die größte private Technologiefinanzierung der Geschichte. SoftBank hält damit mehr als 10 Prozent an dem ChatGPT-Entwickler.

Ergänzend plant SoftBank die Übernahme von DigitalBridge für rund 4 Milliarden Dollar, um seine digitale Infrastruktur für KI-Anwendungen auszubauen. Die Transaktion wurde von den unabhängigen Direktoren von DigitalBridge einstimmig gebilligt und soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

Der PayPay-Börsengang liefert SoftBank einen konkreten Marktwert für sein Fintech-Portfolio — und verschafft dem Konzern frisches Kapital, während er gleichzeitig die Mehrheit an PayPay behält. Ob die starke Ersttagsperformance von PayPay das Vertrauen in SoftBanks breitere Strategie stärkt, wird sich zeigen, sobald die Staubwolke rund um Stargate und die OpenAI-Wette sich lichtet.

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