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SoftBank Aktie: IPO-Erfolg und KI-Sorgen

SoftBank erzielt mit dem Börsengang von PayPay einen großen Erfolg, während gleichzeitig massive KI-Investitionen und ein geplatztes Rechenzentrum die Kreditwürdigkeit des Konzerns belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • PayPay-IPO an der Nasdaq mit starker Erstnotiz
  • S&P stuft Bonitätsausblick auf negativ herab
  • Massive Investitionen in OpenAI belasten Liquidität
  • Aktienkurs verliert trotz Jahresplus deutlich

Der japanische Technologiekonzern SoftBank erlebt derzeit eine Woche der Gegensätze. Während die Tochtergesellschaft PayPay mit dem größten US-Börsengang eines japanischen Unternehmens seit einem Jahrzehnt glänzt, wachsen gleichzeitig die Sorgen um die aggressive KI-Strategie des Mutterkonzerns. Ein geplatztes Rechenzentrum-Projekt und eine Herabstufung durch S&P rücken die Kreditwürdigkeit in den Fokus.

PayPay glänzt beim Nasdaq-Debüt

Die digitale Zahlungsplattform PayPay legte am Donnerstag einen starken Start an der Nasdaq hin. Obwohl der Ausgabepreis mit 16 US-Dollar unter der anvisierten Spanne lag, schlossen die Papiere am ersten Handelstag bei 18,16 Dollar. Die Bewertung liegt damit bei 12,7 Milliarden Dollar. Für SoftBank und die eigene Telekommunikationssparte, die zusammen die Mehrheit an PayPay halten, ist dies ein wichtiger strategischer Erfolg. Der Börsengang spülte knapp 880 Millionen Dollar in die Kassen.

PayPay-CEO Ichiro Nakayama betonte, dass Zahlungsabwicklungen das Fundament bleiben. Das Unternehmen plant jedoch die Entwicklung zu einer breiteren Finanzdienstleistungsplattform. Ein künftiges Zweitlisting an der Börse in Tokio schließt das Management dabei nicht aus. Der erfolgreiche Sprung aufs Parkett gelang trotz eines zuletzt volatilen Marktumfelds für Neuemissionen, das durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten geprägt ist.

KI-Investitionen belasten die Bonität

Abseits des IPO-Erfolgs sieht sich SoftBank mit erheblichem Gegenwind konfrontiert. Der Aktienkurs geriet unter Druck, nachdem Oracle und OpenAI Pläne für ein großes KI-Rechenzentrum in Texas fallen ließen. Dieses Projekt war Teil der umfassenden „Stargate“-Initiative, an der SoftBank beteiligt ist. Die Absage nach längeren Finanzierungsverhandlungen schürt Unsicherheiten über den tatsächlichen Umfang der geplanten Infrastrukturausgaben.

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Gleichzeitig fordern die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz ihren Tribut bei der Bonität. S&P Global Ratings senkte den Ausblick für SoftBank von „stabil“ auf „negativ“. Als Grund nannten die Analysten die zusätzliche Investition von 30 Milliarden Dollar in OpenAI, die die Liquidität und Portfolioqualität belasten könnte. Infolgedessen stiegen die Kosten für die Absicherung gegen Kreditausfälle (Credit Default Swaps) auf ein Elf-Monats-Hoch von 355 Basispunkten.

Ungeachtet der wachsenden Kreditrisiken treibt der Konzern seine Strategie mit konkreten Schritten voran:

  • Aufstockung der OpenAI-Beteiligung auf rund 11 Prozent nach Abschluss einer 41-Milliarden-Dollar-Investitionsrunde.
  • Geplante Übernahme des Infrastrukturentwicklers DigitalBridge für 4 Milliarden Dollar, deren Abschluss für das zweite Halbjahr 2026 erwartet wird.
  • Steigerung des operativen Gewinns in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um 8 Prozent auf den Rekordwert von 884 Milliarden Yen.

An der Börse in Tokio spiegelt sich diese Zweiteilung wider. Während die SoftBank-Aktie auf Jahressicht noch ein Plus von über 94 Prozent verzeichnet, verlor das Papier in den vergangenen 30 Tagen gut 20 Prozent und notiert aktuell bei 3.748 Yen. Der erfolgreiche PayPay-Börsengang liefert dem Konzern nun wichtiges Kapital, das bilanziell als Kapitalrücklage verbucht wird. Die ausstehende DigitalBridge-Übernahme im zweiten Halbjahr 2026 markiert den nächsten konkreten Prüfstein für die Finanzierbarkeit der expansiven KI-Strategie.

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