Masayoshi Son zementiert seinen Anspruch auf die globale KI-Krone und geht dabei in die Vollen. Mit einer massiven Kapitalspritze für OpenAI bindet der japanische Technologiekonzern seine Zukunft unwiderruflich an den Erfolg des ChatGPT-Entwicklers. Doch rechtfertigen die fundamentalen Daten und die Marktmacht von OpenAI dieses enorme finanzielle Engagement?
Dimensionen sprengen Rekorde
Die Zahlen sind gewaltig: Im Rahmen einer Finanzierungsrunde von insgesamt 110 Milliarden US-Dollar – an der sich auch Amazon und Nvidia beteiligen – steuert die SoftBank Group weitere 30 Milliarden Dollar bei. Damit steigt das Gesamtengagement der Japaner bei OpenAI auf 64,6 Milliarden Dollar, was einem Anteil von rund 13 Prozent entspricht. Die Bewertung des KI-Pioniers liegt vor der Kapitalerhöhung bei astronomischen 730 Milliarden Dollar. Die Auszahlung der neuen Gelder erfolgt schrittweise in Tranchen bis Oktober dieses Jahres.
Finanzielle Renaissance als Basis
Dieser aggressive Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer deutlichen operativen Erholung des Konzerns. Der lange Zeit kriselnde Vision Fund verzeichnete nach hohen Verlusten im Vorjahr nun einen Gewinn von 3,6 Billionen Yen (ca. 20,7 Milliarden Dollar). Gleichzeitig hob die Telekommunikationssparte SoftBank Corp. ihre Jahresprognose an, getrieben durch Rekordumsätze in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025. Auch der Kursanstieg der Tochtergesellschaft Arm Holdings, die stark vom KI-Boom profitiert, verschafft dem Konzern den nötigen finanziellen Spielraum für derartige Großinvestitionen.
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Expansion in die „Physische KI“
Die Strategie von CEO Masayoshi Son geht jedoch über reine Software-Beteiligungen hinaus. Mit der geplanten Übernahme der Robotik-Sparte von ABB für über 5 Milliarden Dollar, die im Oktober 2025 angekündigt wurde, zielt SoftBank auf die Verschmelzung von künstlicher Intelligenz mit physischer Hardware ab. Dieser Bereich der „Physical AI“ soll die Fähigkeiten von OpenAI mit industrieller Automatisierung verknüpfen.
Zusätzlich bereitet der Konzern laut Medienberichten den Börsengang seiner Zahlungsdienst-Tochter PayPay an der Nasdaq vor, was weiteres Kapital in die Kassen spülen dürfte.
Blick auf den Börsengang
Für SoftBank ist die Richtung klar vorgegeben: Der Konzern ist nun einer der einflussreichsten Akteure im globalen KI-Wettlauf. Marktbeobachter richten ihren Blick nun auf das zweite Halbjahr, für das laut US-Medienberichten ein Börsengang von OpenAI im Raum steht. Ein solcher Schritt würde den Wert von SoftBanks massiver Beteiligung transparent machen und könnte die Bilanz der Japaner weiter stärken.
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