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SoftBank Aktie: Gemischtes Bild

SoftBank stemmt sich mit milliardenschweren KI-Investitionen gegen die Belastung durch die abgestufte Beteiligung Arm. Die Quartalszahlen im Februar werden zeigen, welcher Faktor die Aktie künftig treibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Arm-Bewertung durch Analystenabstufung belastet
  • Milliardenschwere Investitionen in KI-Infrastruktur
  • Stargate-Projekt nähert sich 500-Milliarden-Ziel
  • Aktie notiert mit niedrigem KGV unter Branchendurchschnitt

SoftBank steht zwischen zwei Entwicklungen: Auf der einen Seite belasten neue Sorgen rund um die Beteiligung Arm die Stimmung. Auf der anderen Seite treibt der Konzern seine milliardenschweren KI- und Energieprojekte mit hohem Tempo voran. An der Börse überwiegt aktuell der Druck: Die Aktie schloss zuletzt bei 4.010 Yen, ein Minus von rund 1 % und knapp 9 % Verlust seit Jahresbeginn.

Arm-Belastung durch Abstufung

BofA Securities hat Arm Holdings jüngst vor den Zahlen zum dritten Geschäftsquartal 2026 von „Buy“ auf „Neutral“ heruntergestuft. Die Analysten verweisen auf kurzfristige Gegenwinde im Smartphone-Geschäft, die sich negativ auf die Lizenz- und insbesondere auf die Royalty-Erlöse auswirken könnten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet BofA bei den Lizenzerlösen von Arm einen Rückgang um rund 5 % gegenüber dem Vorjahr. Das trifft SoftBank empfindlich, da Arm zu den wertvollsten Beteiligungen im Portfolio zählt und ein wichtiger Treiber der Bewertungsfantasie ist.

Am Markt werden daher die Erwartungen an Arm als Wertbeitrag für SoftBank zunächst nach unten angepasst. Das spiegelt sich in der verhaltenen Kursentwicklung der SoftBank-Aktie wider.

Aggressive KI- und Infrastruktur-Offensive

Parallel zur Belastung durch Arm treibt SoftBank seine KI- und Energieinfrastruktur-Strategie mit großen Projekten voran. Der Konzern setzt klar auf das Zusammenspiel aus Rechenzentren und Energieversorgung.

Wichtige Projekte im Überblick:

  • 41 Milliarden US-Dollar für OpenAI: Abschluss einer der größten privaten Tech-Finanzierungsrunden überhaupt Ende Dezember 2025
  • 1 Milliarde US-Dollar gemeinsam mit OpenAI in SB Energy: Seit dem 9. Januar 2026 zugesagt, um den Ausbau von KI-Rechenzentren zu unterstützen
  • 1,2-Gigawatt-Rechenzentrumsstandort in Milam County, Texas: Bau und Betrieb durch SB Energy
  • Stargate-Projekt: Annäherung an das Ziel von 500 Milliarden US-Dollar Investitionsvolumen und 10 Gigawatt Kapazität schneller als ursprünglich geplant

Stargate-Projekt nimmt Fahrt auf

Die im Januar 2025 im Weißen Haus vorgestellte Stargate-Initiative hat inzwischen fast 7 Gigawatt geplanter Kapazität erreicht. Das zugesagte Investitionsvolumen liegt bereits bei über 400 Milliarden US-Dollar.

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SoftBank hat den Bau eines hochmodernen Rechenzentrums in Lordstown, Ohio, gestartet, das bereits im kommenden Jahr in Betrieb gehen soll. Der Standort in Milam County, Texas, steht dabei für ein Kooperationsmodell: OpenAI bringt Design und Anforderungen für KI-Rechenzentren ein, SB Energy liefert die Energieinfrastruktur.

Damit unterstreicht SoftBank den Anspruch, eine zentrale Rolle im globalen KI-Infrastrukturaufbau zu spielen – trotz der aktuellen Dämpfer bei Arm.

Kennzahlen und Bewertung

Trotz der Projektpipeline steht auch der Blick auf die klassischen Finanzkennzahlen im Fokus. Die Aktie wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 7,5 gehandelt und liegt damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt der drahtlosen Telekommunikation von 18,57.

Zentrale Kennzahlen:

  • Marktkapitalisierung: 22,9 Billionen Yen
  • KGV (TTM): 7,50
  • EPS (TTM): 534,73 Yen
  • Nettomarge: 40,90 %
  • Eigenkapitalrendite: 24,85 %
  • Verschuldungsgrad (Total Debt/Equity): 119,34 %

Die Profitabilität fällt damit aktuell hoch aus, zugleich verweist der Verschuldungsgrad auf eine deutliche Hebelung der Bilanz. Vor dem Hintergrund der gewaltigen Investitionszusagen in KI- und Energieprojekte rückt die Frage nach der künftigen Kapitalallokation stärker in den Vordergrund.

Nächster Impuls durch Quartalszahlen

Der nächste klare Wegweiser für die Aktie steht bereits fest: Am 12. Februar 2026 legt SoftBank die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Im Mittelpunkt dürften dann drei Punkte stehen:

  • Wie SoftBank seine Kapitalrecycling-Strategien konkret ausgestaltet
  • In welchem Zustand sich Bilanz und Verschuldung nach den jüngsten Investitionsschritten präsentieren
  • Ob sich die zuletzt erzielten Gewinne ohne große Einmaleffekte fortschreiben lassen

Die anstehenden Zahlen werden damit zum Test, wie gut SoftBank die Spannbreite zwischen aggressiven KI-Investitionen und den kurzfristigen Herausforderungen bei Arm ausbalanciert – und welcher dieser beiden Faktoren den Kursverlauf der Aktie im nächsten Abschnitt des Jahres dominieren dürfte.

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