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Symbolbild, KI-generiert

SoftBank Aktie: BIS warnt vor KI-Investitionskollaps

BIS warnt vor KI-Investitionsblase, SoftBank-Aktie bricht ein. Arm zeigt operative Fortschritte, OpenAI-IPO verschiebt sich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • BIS warnt vor KI-Investitionsblase
  • SoftBank-Aktie verliert über fünf Prozent
  • Arm stellt neuen AGI-Prozessor vor
  • OpenAI verschiebt Börsengang auf 2027

Der Ruf des wichtigsten Zentralbank-Netzwerks der Welt hallt durch die Märkte. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt vor einem drohenden Investitionskollaps im KI-Sektor — und SoftBank trifft das besonders hart.

Billionen-Wette unter Beschuss

Die BIS veröffentlichte am Dienstag ihren Jahresbericht 2026. Das Fazit ist eindeutig: Die fünf größten Hyperscaler werden zwischen 2025 und 2026 zusammen mehr als eine Billion Dollar in KI-Infrastruktur investieren. Das übersteigt ihre laufenden Gewinne bei weitem.

Die BIS zieht dabei historische Vergleiche — zur Eisenbahnmanie des 19. Jahrhunderts und zum Dotcom-Crash. Besonders kritisch bewertet sie sogenannte zirkuläre Finanzierungsmodelle: Unternehmen nehmen Schulden auf, investieren in KI-Startups, die wiederum Chips und Rechenzentrumskapazitäten von denselben Investoren kaufen. Ein geschlossener Kreislauf, der bei ausbleibendem Umsatzwachstum schnell kollabieren kann.

SoftBank-Chef Masayoshi Son weist diese Einschätzung scharf zurück. Wer von einer KI-Blase spreche, begehe eine „Gotteslästerung gegen die KI“, soll Son gesagt haben. Allerdings: Märkte reagieren auf Institutionen wie die BIS — nicht auf CEO-Rhetorik.

Arm liefert, der Kurs nicht

Inmitten des Gegenwinds gibt es operative Fortschritte. Arm Holdings stellte am Dienstag seinen neuen AGI-Prozessor vor. Der Chip richtet sich an agentische KI-Rechenzentren und findet bereits Abnehmer in der Oracle Cloud Infrastructure. Das ist ein konkreter Schritt in der Hardware-Entwicklung.

Arm-CEO Rene Haas erhielt für das Geschäftsjahr bis März 2026 eine Vergütung von 6,14 Milliarden Yen — laut einer Umfrage von Tokyo Shoko Research der höchste Wert, der je für einen Manager in Japan gemessen wurde. Das zeigt, welchen strategischen Stellenwert Arm innerhalb des SoftBank-Konzerns inzwischen hat.

Der Philadelphia Semiconductor Index notiert dennoch rund zehn Prozent unter seinem Juni-Hoch. Die Halbleiterbranche kämpft mit dem gleichen Gegenwind.

Kurs im freien Fall, IPO-Hoffnung verschoben

Die Kursdaten sprechen eine klare Sprache. SoftBank verlor heute 5,42 Prozent auf 32,10 Euro. Auf 30-Tage-Sicht beläuft sich das Minus auf fast 35 Prozent. Der RSI liegt bei 41 — technisch noch kein überverkauftes Territorium, aber nah dran.

Hinzu kommt ein weiterer Belastungsfaktor: OpenAI könnte seinen Börsengang auf 2027 verschieben. CEO Sam Altman soll eine Bewertung von einer Billion Dollar anstreben — deutlich mehr als die aktuellen Privatmarktschätzungen von rund 852 Milliarden Dollar. Für SoftBanks Vision Fund bedeutet das: Die erhofften Liquiditätsereignisse lassen länger auf sich warten als geplant.

Ob der BIS-Bericht eine dauerhafte Neubewertung des KI-Sektors auslöst oder als temporärer Stimmungsdämpfer endet, wird sich spätestens dann zeigen, wenn die Hyperscaler ihre nächsten Quartalszahlen vorlegen — und erstmals konkret belegen müssen, was die Billionen-Investitionen tatsächlich einbringen.

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