SoftBank hat im Geschäftsjahr bis Ende März 2026 im Vision Fund einen Rekordgewinn von 46 Milliarden Dollar erzielt. Der wichtigste Treiber war die starke Aufwertung der Beteiligung an OpenAI. Damit zahlt sich die Wette auf künstliche Intelligenz kurzfristig enorm aus.
Der Konzern meldete unter dem Strich einen Nettogewinn von 5 Billionen Yen. Gleichzeitig liegt die Cash-Reserve bei 3,5 Billionen Yen. Das verschafft Spielraum, ändert aber nichts an einem Punkt, der Investoren beschäftigt: S&P Global vergab im März 2026 einen negativen Ausblick wegen der hohen Verschuldung.
OpenAI wird zum Kern der Story
SoftBank hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 30 Milliarden Dollar in OpenAI investiert. Geplant ist ein Ausbau auf über 60 Milliarden Dollar. Ziel ist eine Beteiligung von rund 13 Prozent an dem KI-Unternehmen, das im März 2026 mit 852 Milliarden Dollar bewertet wurde.
Damit bindet SoftBank immer mehr Kapital an einen einzigen strategischen Schwerpunkt. Das ist kein Zufall. Der Konzern setzt seit Monaten auf den Ausbau von KI-Infrastruktur, Rechenleistung und den dazugehörigen Datenzentren. Genau dort sieht das Management offenbar die nächste große Wachstumsphase.
Hohe Gewinne, hoher Finanzierungsbedarf
Der starke Jahresabschluss nimmt den Druck kurzfristig etwas heraus. Allerdings bleibt das Modell kapitalintensiv. SoftBank hat in der Vergangenheit immer wieder Vermögenswerte verkauft, etwa Beteiligungen an T-Mobile und Nvidia, um neue Investments und strategische Ziele zu finanzieren.
Der Markt schaut deshalb nicht nur auf die Gewinnsprünge, sondern auch auf die Finanzierung dahinter. Hohe Buchgewinne helfen, doch sie lösen das Verschuldungsthema nicht automatisch.
Hinzu kommt das Umfeld. In Japan sind die Erzeugerpreise im April um 4,9 Prozent gestiegen, der stärkste Anstieg seit fast drei Jahren. Das zeigt, dass Kosten und Finanzierung in der Technologie- und Infrastrukturwelt teurer bleiben könnten als in den Vorjahren.
Der nächste Prüfstein liegt im Portfolio
Auch außerhalb des Kerngeschäfts tauchen neue Spuren auf. Aus dem Raum Austin in Texas gibt es Hinweise auf eine Verbindung zwischen SoftBank und einem großflächigen Gewerbemietvertrag am Hutto Crossing. Das passt zur breiteren Strategie, in Infrastruktur rund um den Technologiesektor zu investieren.
Für SoftBank bleibt damit vor allem eines entscheidend: Wie stabil sich die KI-Beteiligungen entwickeln und wie lange sich das Tempo bei OpenAI finanzieren lässt. Der aktuelle Gewinn zeigt die Hebelwirkung des Portfolios. Der negative Ausblick von S&P erinnert zugleich daran, wie empfindlich der Konzern bei Schulden und Kapitalbedarf bleibt.
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