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SoftBank: 64,6 Milliarden in OpenAI investiert

SoftBank erzielt hohe Buchgewinne durch KI-Wetten, finanziert Expansion aber zunehmend mit teuren Ramschanleihen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • OpenAI-Beteiligung bringt 20 Milliarden Buchgewinn
  • Hochverzinsliche Anleihen für Rechenzentren
  • Brückenkredit über 40 Milliarden Dollar aufgenommen
  • PayPay-Börsengang spült 880 Millionen ein

Die Wetten auf Künstliche Intelligenz bescheren SoftBank historische Buchgewinne. Parallel dazu wächst der finanzielle Druck. Der japanische Technologiekonzern finanziert seine gigantische Expansion zunehmend über hochverzinsliche Schulden. Das anstehende Jahresergebnis für 2025 rückt diese riskante Strategie nun ins Rampenlicht.

Milliarden für OpenAI

Im Zentrum der Bilanz steht OpenAI. SoftBank hat seine Beteiligung an dem ChatGPT-Entwickler massiv ausgebaut. Nach mehreren Finanzierungsrunden flossen insgesamt knapp 65 Milliarden US-Dollar. Damit hält der Konzern nun rund 13 Prozent der Anteile.

Diese Strategie zahlt sich auf dem Papier bereits aus. Die jüngste Bewertung von OpenAI liegt deutlich über dem Vorjahresniveau. SoftBank verbuchte dadurch bereits Wertaufholungen von etwa 20 Milliarden Dollar. Ein für Ende des Jahres erwarteter Börsengang könnte weitere Werte freisetzen.

Teure Kredite für Rechenzentren

Die Kehrseite des Booms zeigt sich am Anleihemarkt. Die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz verschlingt gewaltige Summen. SoftBank plant bis 2029 massive Investitionen in amerikanische Rechenzentren. Ein Entwickler platzierte kürzlich Ramschanleihen für knapp eine Milliarde Dollar. Das Projekt ist an eine SoftBank-Tochter vermietet. Investoren verlangen eine Rendite von etwa neun Prozent.

Auch die Muttergesellschaft spürt die steigenden Kosten. Für eine Kapitalbeschaffung über 3,6 Milliarden Dollar akzeptierte SoftBank den bisher höchsten Zinssatz für eigene Dollar-Anleihen. Die Wall Street preist das Risiko der aggressiven Expansion zunehmend ein.

Brückenkredite und Börsengänge

Um kurzfristig flüssig zu bleiben, hat das Management einen Brückenkredit über 40 Milliarden Dollar aufgenommen. Diese Lösung verschafft nur vorübergehend Luft. Der Haken: Die enorme Summe wird bereits in einem Jahr fällig.

Als Sicherheit taugt das wertvollste Asset nur bedingt. SoftBank hält 87 Prozent an dem Chipdesigner Arm Holdings. Wegen des geringen Streubesitzes lassen sich diese Aktien schwer beleihen. Als Alternative könnte der Konzern eine strategische Beteiligung an Intel verkaufen.

Währenddessen treibt das Unternehmen die Monetarisierung anderer Sparten voran. Der Zahlungsdienstleister PayPay feierte kürzlich sein Debüt an der US-Technologiebörse Nasdaq. Der Börsengang spülte 880 Millionen Dollar in die Kassen.

Für das Geschäftsjahr 2026 plant SoftBank weitere Investitionen in Höhe von 38,5 Milliarden Dollar. Die Finanzierung dieser Summen hängt stark von den Kreditmärkten ab. Die anstehende Präsentation der Jahreszahlen muss belegen, dass die gigantischen Buchgewinne die steigenden Zinslasten langfristig decken.

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Diskussion zu SoftBank

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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