Snowflake-Anleger erleben derzeit eine schmerzhafte Talfahrt. Während der gesamte Software-Sektor unter der Angst vor einer KI-Disruption leidet, sieht sich das Unternehmen zusätzlich mit einer Sammelklage und massiven Insider-Verkäufen konfrontiert. Das Papier markierte am Freitag ein neues Jahrestief und hat seit Januar fast 45 Prozent an Wert verloren.
Die Stimmung ist am Nullpunkt. Besonders der vergangene Donnerstag markierte einen Tiefpunkt, als die Aktie bei extrem hohem Handelsvolumen zweistellig einbrach. Marktbeobachter führen dies auf eine Kombination aus rechtlichen Risiken und einer allgemeinen Sektor-Rotation zurück, bei der Investoren klassische Enterprise-Software-Titel zugunsten neuer KI-Profiteure verlassen.
Juristischer Druck und Insider-Verkäufe
Im Zentrum der Sorgen steht eine Sammelklage, für die am 27. April die Frist für Hauptkläger abläuft. Den Vorwürfen zufolge soll Snowflake wichtige Details über die Auswirkungen technischer Produktumstellungen auf die künftigen Umsätze verschwiegen haben. Diese Unsicherheit wird durch deutliche Signale aus der Chefetage verstärkt: Insider veräußerten im vergangenen Quartal Aktien im Wert von rund 108 Millionen US-Dollar. Unter anderem trennte sich Senior Vice President Vivek Raghunathan erst Anfang April von weiteren Anteilen.
Zwar halten viele Analysten trotz der Kursverluste an ihren Kaufempfehlungen fest, allerdings wurden die Kursziele zuletzt massiv gekürzt. Institute wie UBS und Piper Sandler senkten ihre Erwartungen deutlich und verwiesen auf den zunehmenden Konkurrenzdruck durch Schwergewichte wie Microsoft und ServiceNow.
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Wachstum trifft auf Verluste
Die fundamentalen Daten zeigen ein gespaltenes Bild. Im jüngsten Quartal konnte Snowflake den Umsatz zwar um 30 Prozent auf 1,28 Milliarden US-Dollar steigern und damit die Erwartungen übertreffen. Jedoch bleibt die Profitabilität das Sorgenkind des Unternehmens. Eine negative Nettomarge von über 28 Prozent zeigt, dass der Weg zu stabilen Gewinnen trotz des hohen Wachstums noch weit ist.
Die Aktie schloss am Freitag bei 103,00 Euro und damit exakt auf ihrem neuen 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf über 44 Prozent.
Am 27. Mai wird Snowflake voraussichtlich die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 präsentieren. Das Management bestätigte zuletzt die Prognose eines Produkt-Umsatzwachstums von 27 Prozent für das Gesamtjahr. Bis dahin dürfte vor allem der Ablauf der Klagefrist am 27. April die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer bestimmen.
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