Smiths Group steckt mitten in einer tiefgreifenden Neuausrichtung — und der Markt zeigt sich heute nicht gerade begeistert. Die Aktie verliert rund 3,6 Prozent auf 2.266 Pence, obwohl das Unternehmen gleichzeitig eine milliardenschwere Ausschüttung ankündigt.
Der Halbjahrsbericht liefert ein gemischtes Bild. Der bereinigte operative Gewinn stieg um 5,6 Prozent auf 248 Millionen Pfund, der Gesamtumsatz kletterte leicht auf 1,437 Milliarden Pfund. Auf Basis der fortgeführten Geschäfte — also ohne die zum Verkauf stehenden Einheiten — fiel der Umsatz jedoch auf 915 Millionen Pfund, nach 924 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn brach von 152 Millionen auf 126 Millionen Pfund ein.
Zwei Verkäufe, drei Milliarden Pfund
Der eigentliche Nachrichtenkern liegt woanders: Smiths verkauft gleich zwei Geschäftsbereiche. Smiths Detection geht für 2 Milliarden Pfund an den Finanzinvestor CVC Capital Partners — zum 16,3-fachen des operativen Gewinns des Geschäftsjahres 2025. Smiths Interconnect wechselt für 1,3 Milliarden Pfund zu Molex Electronic Technologies, ebenfalls zu einem Vielfachen von 15,1. Zusammen ergibt das einen kombinierten Unternehmenswert von 3,3 Milliarden Pfund. Der Interconnect-Deal steht kurz vor dem Abschluss; der Detection-Verkauf soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 vollzogen werden.
Aus den Erlösen plant das Management, weitere 1,5 Milliarden Pfund an die Aktionäre zurückzugeben — entweder über ein Tender-Angebot, eine Sonderdividende oder ein weiteres Rückkaufprogramm. Das ist keine kleine Nummer: Ein bereits laufendes Rückkaufprogramm über eine Milliarde Pfund ist erst zu rund 307 Millionen Pfund umgesetzt, ein abgeschlossenes Programm über 500 Millionen Pfund liegt bereits hinter dem Unternehmen.
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Was von Smiths übrig bleibt
Nach den Verkäufen verbleiben zwei Kerneinheiten: John Crane und Teile von Flex-Tek. John Crane entwickelt sich solide — 2 Prozent organisches Umsatzwachstum, eine operative Marge von 23,2 Prozent, 71 Prozent des Umsatzes aus dem margenstarken Aftermarket. Flex-Tek hingegen schwächelt: organisch schrumpfte der Umsatz um 2 Prozent, belastet durch die Schwäche im US-Wohnungsbau. Das Aerospace-Segment legte zwar um 10,1 Prozent zu, reichte aber nicht aus, um die Marge zu stützen — sie fiel um 40 Basispunkte auf 20,4 Prozent.
Für das Gesamtjahr erwartet Smiths nun ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent für die fortgeführten Aktivitäten — eine Rückstufung gegenüber der bisherigen Prognose von 4 bis 6 Prozent. Die operative Marge soll bei rund 20 Prozent landen, auf dem Weg in eine Zielspanne von 21 bis 23 Prozent.
Die Zwischendividende steigt um 5,4 Prozent auf 15 Pence je Aktie und wird am 13. Mai ausgezahlt. Dass die Aktie dennoch nachgibt, spricht für eine nüchterne Marktreaktion: Die Zahlen enttäuschten, und die großen Ausschüttungsversprechen hängen am Vollzug des Detection-Deals — der noch Monate entfernt ist.
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