Startseite » Europa-Märkte » Smi: Fed schweigt, Markt zaudert

Smi: Fed schweigt, Markt zaudert

Fehlende Aussagen von Notenbankchef Warsh zum Zinskurs belasten den Schweizer Aktienmarkt. Lonza legt zu, Richemont verliert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SMI fällt um 0,56 Prozent
  • Fed-Chef Warsh ohne Zinsausblick
  • Lonza baut Milliarden-Partnerschaft aus
  • Santander stuft Richemont herab

Ein Notenbankchef, der sich in Schweigen hüllt, kann einen ganzen Handelstag lahmlegen. Genau das ist am Mittwoch passiert: Der Schweizer Leitindex SMI rutschte im Tagesverlauf zunehmend ins Minus, nachdem der neue Fed-Chef Kevin Warsh beim Notenbankforum im portugiesischen Sintra keinerlei Hinweise auf die kommende Zinssitzung Ende Juli lieferte. Kein Wunder, dass Anleger nervös auf der Stelle traten.

Der SMI schloss mit einem Abschlag von 0,56 Prozent bei 14.114,00 Punkten. Damit büßte der Index einen Teil des positiven Starts wieder ein — am Mittag hatte das Minus noch bei 0,21 Prozent gelegen. Auch die stockenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran um ein Rahmenabkommen sorgten für Zurückhaltung, ebenso wie der insgesamt impulsarme Sommerhandel vor der anstehenden Berichtssaison zum zweiten Quartal.

Lonza sticht positiv heraus

Nicht jeder Wert im SMI folgte dem negativen Trend. Der Pharmazulieferer Lonza baute seine strategische Zusammenarbeit mit einem führenden US-Biopharmaunternehmen aus — der kumulierte Auftragswert der neuen Vereinbarung hat Potenzial für mehrere Milliarden Franken. Die Aktie legte um 3,1 Prozent zu und war damit einer der klaren Gewinner des Tages.

Auf der anderen Seite geriet Richemont unter Druck. Die spanische Bank Santander stufte den Luxusgüterkonzern von „Buy“ auf „Neutral“ zurück und wurde damit kritischer bei der Bewertung. Die Aktie verlor 2,1 Prozent — passend zur allgemeinen Schwäche im Luxussektor, der bereits seit Tagen unter Verkaufsdruck steht.

Der Blick der Marktteilnehmer dürfte sich in den kommenden Tagen weiter auf Sintra richten. Solange von den Notenbankern keine klareren Signale zum Zinskurs kommen, dürfte der SMI in der aktuellen Bandbreite verharren.

Anzeige

Smi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Smi-Analyse vom 1. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Smi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Smi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Smi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Smi

Smi Chart

Weitere Nachrichten zu Smi