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Symbolbild, KI-generiert

SK Hynix Aktie: NVIDIA-Pakt besiegelt

SK Hynix wird primärer Memory-Entwickler für NVIDIAs KI-Plattformen und investiert massiv in den Kapazitätsausbau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrjährige Technologiepartnerschaft mit NVIDIA
  • Fokus auf HBM4-Speicher für KI-Supercomputer
  • Kapazitätsverdopplung innerhalb von fünf Jahren
  • Umsatzplus von 198 Prozent im ersten Quartal

Ausgerechnet in einer Woche, in der der Aktienkurs um fast 14 Prozent einbrach, melden SK Hynix und NVIDIA eine strategische Weichenstellung. Die beiden Konzerne besiegelten am 7. Juni eine mehrjährige Technologiepartnerschaft, die weit über reine Lieferverträge hinausgeht. SK Hynix wird NVIDIAs primärer Memory-Co-Entwickler – für KI-Supercomputer, persönliche KI-Assistenten und Robotik-Plattformen.

Die Aktie schloss am Freitag bei 2.070.000 KRW. Vom 52-Wochen-Hoch bei 2.407.000 KRW (2. Juni) hat sie sich um gut 15 Prozent entfernt. Dennoch notiert das Papier seit Jahresbeginn mit einem Plus von über 200 Prozent – eine der stärksten Large-Cap-Performances weltweit.

Eine Partnerschaft über die reine Lieferkette hinaus

Der Pakt institutionalisiert eine jahrelange enge Zusammenarbeit. SK Hynix wird Memory für NVIDIAs Vera-Rubin-Plattform, die Vera-CPUs, RTX-Spark-PCs und Jetson-Thor-Roboterchips entwickeln. Damit erschließt sich der koreanische Chipkonzern gleich mehrere neue Märkte, die NVIDIA erst schafft.

Besonders wichtig: die Vera-Rubin-Plattform. Jedes NVIDIA Vera Rubin NVL72-Rack enthält 20,7 Terabyte HBM4-Speicher mit einer aggregierten Bandbreite von 1,6 Petabyte pro Sekunde – eine mehr als 2,7-fache Verbesserung gegenüber HBM3E. Schätzungen von Morgan Stanley zufolge ist der Speicheranteil an den Gesamtkosten eines solchen Racks 435 Prozent höher als in der Vorgängergeneration. SK Hynix hält nach Branchenangaben rund 60 bis 70 Prozent der HBM4-Allokation für Vera Rubin.

KI trifft auf Chip-Fertigung

Die Partnerschaft geht einen Schritt weiter: NVIDIA bringt seine Software direkt in SK Hynix‘ Produktion. CUDA-X-Bibliotheken und PhysicsNeMo sollen Halbleitersimulationen, TCAD-Workflows und hauseigene Engineering-Codes beschleunigen. Perspektivisch ermöglicht dies Dreier-Kooperationen zwischen Chipherstellern, NVIDIA und EDA-Anbietern.

Auf der Fertigungsseite setzt SK Hynix auf digitale Zwillinge. Mit NVIDIAs Omniverse, OpenUSD und cuOpt treibt der Konzern das Ziel einer vollautonomen Fabrik bis 2030 voran.

Kapazitätsausbau und nächste Generation

SK Hynix investiert massiv. Konzernchef Chey Tae-won kündigte an, die Wafer-Produktionskapazität innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln. Großprojekte in Cheongju, Yongin und ein Advanced-Packaging-Werk in den USA laufen. Die Investitionsausgaben sollen in diesem Jahr deutlich über den 30,2 Billionen Won des Vorjahres liegen – konkrete Zahlen nannte das Management nicht.

Bereits in der zweiten Jahreshälfte will SK Hynix Muster der siebten HBM4E-Generation ausliefern. Die Massenproduktion ist für 2027 anvisiert. Im ersten Quartal 2026 erzielte der Konzern einen Umsatz von 52,58 Billionen Won – ein Plus von 198 Prozent zum Vorjahr. Der operative Gewinn legte um 405 Prozent auf 37,61 Billionen Won zu.

Der Ausblick hängt auch von Samsung ab. Ob dessen HBM4 in NVIDIAs Lieferkette kommt, entscheidet sich weitgehend im vierten Quartal 2026. Gelingt Samsung der Serienanlauf wie geplant, könnten die Erwartungen an SK Hynix sinken. Bleiben Verzögerungen aus, dürfte sich der Bewertungsaufschlag von SK Hynix weiter vergrößern.

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