Die Aktien von SK Hynix kennen in diesem Jahr nur eine Richtung. Seit Januar steht ein Kursplus von 171 Prozent auf der Anzeigetafel. Allein in den vergangenen 30 Tagen kletterte der Wert um 76 Prozent. Nun treiben Analysten und Marktspekulationen die Rally weiter an.
Analysten schrauben Erwartungen hoch
KB Securities hob das Kursziel um 40 Prozent auf 2,8 Millionen Won an. Analyst Kim Dong-won begründet dies mit rasant steigenden Speicherpreisen. Auch die Nachfrage nach High-Bandwidth Memory für KI-Server explodiert.
Die Experten erwarten für dieses Jahr einen operativen Gewinn von 270 Billionen Won. Im kommenden Jahr soll dieser Wert auf 418 Billionen Won steigen. Andere Banken ziehen mit. LS Securities sieht das Kursziel nun bei 2,1 Millionen Won.
Engpass bei TSMC zwingt zum Handeln
Ein unbestätigter Bericht trieb den Kurs am Montag zeitweise um 15 Prozent in die Höhe. Angeblich forscht SK Hynix gemeinsam mit Intel an neuen Packaging-Technologien. Dabei soll Intels EMIB-Technologie zum Einsatz kommen. Bisher dominiert TSMC diesen Markt mit seinem CoWoS-Verfahren.
Allerdings kämpft der taiwanesische Auftragsfertiger mit massiven Lieferengpässen. Die Folge: Tech-Konzerne suchen Alternativen. Intels Ansatz gilt als kostengünstiger und thermisch weniger komplex. Weder SK Hynix noch Intel kommentieren die Gerüchte bisher. Parallel dazu baut der südkoreanische Konzern eigene Kapazitäten in den USA und Südkorea auf.
Der fundamentale Treiber bleibt die knappe Verfügbarkeit von Speicherchips. Goldman Sachs erwartet für 2026 die schwerste DRAM-Unterversorgung seit 15 Jahren. SK-Group-Chef Chey Tae-won warnt sogar vor Wafer-Engpässen bis ins Jahr 2030. Solange die KI-Infrastruktur rasant wächst, diktieren die Hersteller die Preise.
