Jensen Huang war am Wochenende nicht zum Vergnügen in Seoul. Der Nvidia-Chef traf SK-Group-Chairman Chey Tae-won — und für Montag ist eine gemeinsame Pressekonferenz angekündigt. Was dabei herauskommt, dürfte den Kurs von SK Hynix maßgeblich beeinflussen.
Freitag hinterließ Spuren
Der Einstieg in die neue Woche ist alles andere als entspannt. SK Hynix schloss am Freitag bei 2.070.000 KRW — ein Tagesverlust von 12,3 Prozent. Auf Sieben-Tage-Sicht summiert sich das Minus auf gut elf Prozent. Dabei liegt die Aktie noch immer 14 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 2.407.000 KRW, das erst Anfang Juni markiert wurde.
Der Rücksetzer relativiert sich, wenn man den größeren Rahmen betrachtet. Seit Jahresbeginn hat SK Hynix mehr als 200 Prozent zugelegt. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei rund 1.457.000 KRW — der aktuelle Kurs notiert 42 Prozent darüber. Das zeigt, wie steil der Anstieg war. Und wie viel Luft nach unten noch bleibt.
Was Huang in Seoul sagte
Huang traf Chey zusammen mit Vertretern von SK Hynix und SK Telecom. Berichten zufolge sprach er über Nvidias kommende Plattformen Vera Rubin und Vera CPU — und verknüpfte diese ausdrücklich mit SK-Hynix-DRAM. Außerdem sagte Huang, der aktuelle Speicherengpass werde noch „einige Jahre“ andauern.
Das ist der Kontext, in dem Montags Ankündigung zu lesen ist. SK Hynix hat bereits bestätigt, die Kapazität für Speicherchip-Wafer in den nächsten fünf Jahren verdoppeln zu wollen. Das war die erste öffentliche Aussage zu einem konkreten Produktionsausbau.
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HBM4: Wettbewerb nimmt zu
Parallel dazu wurde bekannt, dass Nvidia alle drei großen Speicherhersteller — SK Hynix, Samsung und Micron — für HBM4-Lieferungen auf der Vera-Rubin-Plattform zertifiziert hat. Für SK Hynix bedeutet das: kein Ausschluss aus dem nächsten KI-Zyklus. Allerdings auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr.
Genau deshalb wird Montag entscheidend. Zeigt die Kooperationsvereinbarung konkrete Liefervolumina, Kapazitätszusagen oder exklusive Technologiebereiche für SK Hynix — dann hat der Markt einen Grund, den Freitagsverlust neu zu bewerten. Bleibt es bei einem allgemeinen Bekenntnis zur Partnerschaft zwischen SK Group und Nvidia, dürfte der Druck auf die Aktie anhalten.
Die Aktie hat einen Großteil der HBM- und DRAM-Wachstumsstory bereits eingepreist. Montags Briefing muss zeigen, ob diese Story konkreter wird — oder nur voller wird.
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