Ein Gerücht über eine neue Technologiepartnerschaft und Streikgefahr beim größten Rivalen treiben die Aktie von SK Hynix auf ein neues Allzeithoch. Der südkoreanische Chipkonzern verzeichnete am Montag einen Kurssprung von 11,5 Prozent auf 1.880.000 Won. Zeitweise musste die Börse den Handel wegen der hohen Volatilität sogar aussetzen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus damit auf beachtliche 177 Prozent.
Allianz gegen den TSMC-Engpass
Den Hauptimpuls lieferte ein Bericht über eine mögliche Kooperation mit Intel. Branchenkreisen zufolge testet SK Hynix die sogenannte EMIB-Verpackungstechnologie des US-Konzerns. Diese Lösung verbindet High Bandwidth Memory (HBM) direkt mit Logikchips— eine Grundvoraussetzung für leistungsstarke KI-Beschleuniger.
Bislang dominiert der Auftragsfertiger TSMC mit seinen CoWoS-Anlagen diesen Flaschenhals der KI-Produktion. Die Kapazitäten der Taiwaner sind jedoch massiv überbucht. Eine Ausweichroute über Intel würde SK Hynix einen strategischen Vorteil verschaffen, um die komplexe Speichernachfrage von Großkunden wie Nvidia verlässlicher zu bedienen. Eine offizielle Bestätigung der Unternehmen steht noch aus.
Streikgefahr bei Samsung
Parallel dazu profitiert der Speicherbauer von der Unruhe bei der Konkurrenz. Bei Samsung Electronics wächst die Sorge vor einem Streik der Gewerkschaften. Das Risiko möglicher Produktionsausfälle veranlasst erste Technologiekonzerne dazu, ihre Lieferketten neu zu bewerten.
Marktbeobachter registrieren eine Verschiebung der Aufträge in Richtung SK Hynix, um die pünktliche Lieferung von HBM und klassischem DRAM-Speicher abzusichern. Der Konzern kontrolliert ohnehin bereits rund 57 Prozent des globalen HBM-Marktes. Fällt Samsung als Lieferant temporär aus, dürfte diese Dominanz weiter wachsen.
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Margensprung im Visier
Die fundamentale Entwicklung stützt die jüngste Kursrally. Daishin Securities hob das Kursziel am Montag auf 2,5 Millionen Won an. Die Experten verweisen auf das rasante Wachstum bei KI-Inferenzanwendungen und eine generelle Neubewertung des Speichersektors.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Analysten von Morningstar mit einem massiven Profitabilitätssprung. Die operative Marge soll von knapp 49 Prozent im Vorjahr auf fast 76 Prozent klettern. Treiber dieser Entwicklung ist die kommende „Rubin“-Architektur, für die sich SK Hynix bereits den Großteil der HBM-Aufträge gesichert haben soll.
Mit einer Marktkapitalisierung von nun über 900 Milliarden US-Dollar festigt SK Hynix seinen Platz als zweitgrößter Wert an der südkoreanischen Börse. Solange der KI-Boom intakt bleibt und Konkurrenten mit internen Problemen kämpfen, behält das Unternehmen die Preissetzungsmacht im margenstarken Speichergeschäft.
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