Ein südkoreanischer Chip-Gigant greift nach der Wall Street. Am heutigen Mittwoch schließt SK Hynix die Orderbücher für sein amerikanisches Aktienprogramm. Die Nachfrage nach den sogenannten ADRs ist gewaltig. Der Schritt könnte den größten US-Börsengang eines ausländischen Unternehmens seit Alibaba markieren.
Das Volumen der Emission beläuft sich auf rund 28 Milliarden US-Dollar. Investoren aus aller Welt reißen sich förmlich um die Papiere. Die Emission ist bereits mehrfach überzeichnet. Die Preisfindung folgt am morgigen Donnerstag. Bereits am Freitag, den 10. Juli, soll der Handel an der Nasdaq starten.
KI-Boom treibt das Geschäft
Die massive Nachfrage kommt nicht überraschend. SK Hynix dominiert den Markt für High-Bandwidth-Memory-Chips. Diese Spezial-Speicher sind für künstliche Intelligenz unverzichtbar. Das Unternehmen kontrolliert hier schätzungsweise 56 bis 58 Prozent des weltweiten Marktes. Großkunden wie Nvidia und Google setzen auf die Technik der Südkoreaner.
Schwankungen prägen das Bild
An der Heimatbörse zeigt sich ein volatiles Bild. Seit Jahresbeginn liegt das Papier stolze 206 Prozent im Plus. In den vergangenen sieben Tagen verlor der Kurs jedoch fast ein Fünftel seines Wertes.
Am heutigen Mittwoch gab die Aktie weiter nach. Sie schloss mit einem Minus von 5,68 Prozent bei 2.076.000 Won. Marktbeobachter verweisen auf allgemeine Sorgen über eine mögliche Spekulationsblase bei KI-Werten.
Mit den frischen Milliarden aus New York will SK Hynix nun aggressiv expandieren. Der Konzern plant neue Produktionsstätten und baut seine US-Präsenz aus. Das Ziel: Innerhalb von fünf Jahren soll sich die Wafer-Produktion verdoppeln. Bis spätestens 2031 peilt das Management einen Ausstoß von rund einer Million Wafern pro Monat an.
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