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SK Hynix Aktie: Geopolitik trifft Rekordgewinn

Analysten erwarten für SK Hynix einen historischen Quartalsgewinn von über 40 Billionen Won, doch geopolitische Spannungen sorgten für einen Kurseinbruch. Die operative Marge könnte auf über 70 Prozent steigen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Geopolitische Spannungen drücken Aktienkurs um 3 Prozent
  • Erwarteter operativer Gewinn von über 40 Billionen Won
  • Operative Marge könnte auf über 70 Prozent steigen
  • NAND-Geschäft entwickelt sich zum Wachstumstreiber

Während Analysten ihre Gewinnschätzungen für SK Hynix auf über 40 Billionen Won anheben, sorgte ein geopolitischer Schock am Montag für Kursdruck. Der Einbruch der US-Iran-Verhandlungen und Trumps angekündigte Gegenblockade der Straße von Hormus zogen den gesamten KOSPI mit nach unten — und rissen SK Hynix rund 3% ins Minus. Ein merkwürdiger Kontrast zu dem, was das Unternehmen am 23. April vermutlich melden wird.

Rekordmargen in Sicht

Die Quartalszahlen für Januar bis März könnten historisch ausfallen. Mehrere Brokerhäuser erwarten einen operativen Gewinn von mehr als 40 Billionen Won — getragen von steigenden Speicherpreisen und starker Nachfrage nach High-Bandwidth Memory. Heungkuk Securities rechnet mit 40,1 Billionen Won, KB Securities mit 40,08 Billionen Won, Kiwoom Securities mit 40,3 Billionen Won.

Noch bemerkenswerter ist die erwartete operative Marge: Projektionen reichen von 68,6 bis über 70 Prozent. Im vierten Quartal 2025 hatte SK Hynix bereits eine Marge von 58 Prozent erzielt und damit TSMC (54 Prozent) übertroffen. Sollte TSMC im ersten Quartal erneut zwischen 54 und 56 Prozent landen, könnte der Abstand auf fast 20 Prozentpunkte anwachsen — ein in der Halbleiterbranche kaum dagewesenes Niveau.

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NAND als zusätzlicher Wachstumstreiber

Neben HBM entwickelt sich das NAND-Geschäft zum weiteren Überraschungsfaktor. Der operative Gewinn im NAND-Segment soll sich gegenüber dem Vorjahr etwa 150-fach erhöht haben. Laut Kyobo Securities stieg der NAND-Exportwert im März um 81 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 2,5 Milliarden US-Dollar, die Exportpreise legten um 22 Prozent zu — angetrieben durch Enterprise-SSD-Bestellungen und langfristige Lieferverträge. Im April begann SK Hynix zudem mit der vollständigen Lieferung seines 321-Layer-QLC-NAND-Produkts an Dell Technologies.

Langfristverträge als Zeichen des Wandels

SK Hynix verhandelt derzeit einen mehrjährigen DDR5-Vertrag mit Microsoft, der Preisuntergrenzen und Vorauszahlungen vorsieht. Mit Google laufen Gespräche über ein umfassenderes Abkommen, das sowohl DRAM als auch HBM umfasst. Dieser Trend zu langfristigen Liefervereinbarungen spiegelt eine strukturelle Verschiebung wider: Angesichts knapper globaler Speicherkapazitäten priorisieren Technologiekonzerne gesicherten Zugang zu Chips über kurzfristige Preisvorteile.

Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren Analysten einen operativen Gewinn von 251 Billionen Won — mehr als Microsoft und Alphabet erwirtschaften. Ob der geopolitisch bedingte Kursrücksetzer von heute Bestand hat oder sich als kurzfristige Delle erweist, dürfte spätestens am 23. April klar werden.

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Diskussion zu SK Hynix

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.