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SK Hynix Aktie: China-Konkurrenz belastet weiter

Trotz Rekordumsatz und -gewinn bricht SK Hynix-Aktie ein. Analysten sehen operative Ziele verfehlt und fürchten chinesische Wettbewerber.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrutsch trotz Rekordquartal
  • Operatives Ergebnis verfehlt Analystenerwartungen
  • Sorge um chinesische Konkurrenz wächst
  • Investitionen in Milliardenhöhe geplant

Zweiter Handelstag, zweiter Ausverkauf: SK Hynix legte am Mittwoch Rekordzahlen vor – und der Kurs brach trotzdem weiter ein. An der Börse in Seoul rutschte die Aktie um mehr als 16 Prozent ab, nachdem sie bereits am Vortag rund 15 Prozent verloren hatte. Der Leitindex KOSPI musste deshalb zum zweiten Mal in Folge den Handel wegen eines Circuit Breakers unterbrechen.

Rekordgewinn, der nicht überzeugte

Im zweiten Quartal erzielte SK Hynix einen Umsatz von 79,32 Billionen Won, ein Plus von 257 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Der operative Gewinn schnellte um 557 Prozent auf 60,54 Billionen Won, der Nettogewinn kletterte auf 93,92 Billionen Won – getragen auch von Bewertungsgewinnen aus dem im Vormonat abgeschlossenen Verkauf der Kioxia-Beteiligung. Der kumulierte Halbjahresumsatz überstieg damit erstmals in der Firmengeschichte die Marke von 100 Billionen Won.

Trotzdem verpasste das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Die von LSEG SmartEstimate gewichtete Prognose hatte einen operativen Gewinn von 64 Billionen Won vorausgesagt. Analyst Lee Su-rim von DS Investment & Securities nannte einen weiteren Grund für den Fehlbetrag: SK Hynix habe die Preise bei langfristigen Kundenverträgen weniger aggressiv angehoben als Samsung Electronics, das über mehr Preissetzungsmacht verfüge.

Sorge um KI-Finanzierung und chinesische Rivalen

Der Ausverkauf trifft die gesamte Speicherchip-Branche. Auch Samsung Electronics, Kioxia und SoftBank gaben deutlich nach – ein branchenweiter Rückzug, befeuert durch Berichte, dass Nvidia eine Finanzierung für ein von OpenAI angeführtes Rechenzentrumsprojekt prüft. Hinzu kommt wachsende Konkurrenz aus China: Der Marktauftritt des Speicherherstellers ChangXin Memory Technologies sowie Berichte über Fortschritte bei chinesischer Chip-Fertigungsausrüstung lassen Investoren die Wettbewerbslandschaft neu bewerten.

eToro-Analyst Josh Gilbert hält dagegen: Eine Bruttomarge von 83 Prozent zeige, dass die Preissetzungsmacht von SK Hynix intakt sei – ein Marktumfeld, in dem Kunden um Lieferungen konkurrieren, statt dass Nachfrage austrocknet.

Kassenpolster und Investitionspläne wachsen

Die liquiden Mittel kletterten zum Ende des zweiten Quartals auf 88 Billionen Won, ein Plus von 33,6 Billionen Won gegenüber dem Vorquartal.

Die Gesamtverschuldung sank leicht auf 18,6 Billionen Won, die Netto-Cash-Position wuchs auf 69,4 Billionen Won. Das Unternehmen will diese Reserve künftig auf mehr als 100 Billionen Won ausbauen, um Kundennachfrage flexibler bedienen zu können.

Parallel dazu bekräftigte SK Hynix, die Investitionsausgaben für 2026 in den hohen 40-Billionen-Won-Bereich anzuheben – deutlich über den rund 30 Billionen Won des Vorjahres. Mit rund zehn Großkunden wurden bereits langfristige Lieferverträge abgeschlossen, weitere Gespräche laufen. Der Speicherchip HBM4 ging im zweiten Quartal in Serienproduktion, während bereits Muster des Nachfolgers HBM4E an einen Großkunden ausgeliefert wurden.

Für das dritte Quartal rechnet SK Hynix mit einem Anstieg der DRAM-Auslieferungen um rund 10 Prozent gegenüber dem Vorquartal, bei NAND soll das Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen.

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Diskussion zu SK Hynix

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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