Der Streit um die Gewinnbeteiligung bei SK Hynix ist beigelegt. Die Vollzeit-Produktionsgewerkschaft in Icheon und Cheongju hat einer überarbeiteten Lohnvereinbarung zugestimmt — mit 57,08 Prozent der Stimmen. Damit endet ein Tauziehen, das drei Wochen zuvor mit der Ablehnung eines ersten Angebots begonnen hatte.
Im Kern ging es um die Frage, wie SK Hynix seine Beschäftigten am Gewinn aus dem KI-Boom beteiligt. Die neue Einigung sieht bei den Bonuszahlungen aus der Gewinnbeteiligung eine Aufteilung von 50 Prozent Bargeld und 50 Prozent Aktien vor. Der ursprüngliche Vorschlag hatte noch 40 Prozent Bargeld und 60 Prozent Aktien vorgesehen — die Belegschaft wollte einen größeren Sofortanteil in Cash statt in Papieren, deren Wert schwankt.
Mehr Bargeld für die Belegschaft
Dass die Beschäftigten auf einer höheren Cash-Quote bestanden, überrascht wenig. Aktienbasierte Boni binden das Vermögen der Mitarbeiter direkt an den Kursverlauf des Unternehmens — ein Risiko, das bei einem Konzern mit derart volatiler Nachfrageentwicklung im Speicherchip-Geschäft nicht jeder eingehen möchte. Die ursprüngliche Vereinbarung hatte zudem eine Grundgehaltserhöhung von 6,3 Prozent vorgesehen, die im überarbeiteten Deal unangetastet blieb.
Der Vorgang fällt in eine Phase, in der SK Hynix ohnehin im Rampenlicht steht. Erst in diesem Jahr hatte der Speicherchip-Hersteller ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 40 Billionen Won genehmigt — ein Signal, wie stark der KI-getriebene Nachfrageschub bei Hochleistungsspeichern die Kassen füllt.
Die Belegschaft wollte an diesem Windfall spürbar mitverdienen, und der jetzige Kompromiss zeigt, dass das Management bereit war, bei der Zusammensetzung der Boni nachzugeben, ohne die Gesamtsumme neu zu verhandeln.
Der Rekrutierungswettbewerb um Fachkräfte im Halbleitersektor verschärft sich derweil auch abseits der Tarifverhandlungen. SK Hynix kooperiert mit mehreren südkoreanischen Universitäten, etwa der Korea University und der Hanyang University, und bietet über sogenannte Vertragsstudiengänge garantierte Jobzusagen für Absolventen.
Die Bewerberzahlen für diese Programme legten zuletzt um mehr als ein Zehntel zu — ein Indiz dafür, wie begehrt Arbeitsplätze bei den Chipherstellern inzwischen sind.
Mit der Einigung ist die interne Unruhe rund um die Gewinnverteilung vorerst beendet. Für die kommenden Quartale bleibt die Grundfrage bestehen, wie SK Hynix seinen KI-Erfolg zwischen Aktionären, Rückkäufen und Belegschaft verteilt.
SK Hynix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SK Hynix-Analyse vom 16. September liefert die Antwort:
Die neusten SK Hynix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SK Hynix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SK Hynix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
