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SK Hynix Aktie: Air Liquide investiert 200 Millionen Euro

Air Liquide investiert 200 Millionen Euro in Gase für SK Hynix' neues KI-Chip-Werk. Der Speicherhersteller verdoppelt die Wafer-Produktion bis 2031.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Air Liquide investiert in südkoreanische Anlage
  • SK Hynix verdoppelt Wafer-Produktion in fünf Jahren
  • DRAM-Preise steigen im zweiten Quartal weiter
  • Goldman Sachs hebt Gewinnprognose für 2028 an

Air Liquide sichert SK Hynix den Nachschub für die kommende Chip-Offensive. Der französische Industriegasekonzern investiert knapp 200 Millionen Euro in Südkorea. Ein langfristiger Liefervertrag für Hochreinigungsgase und Druckluft wurde unterzeichnet – direkt für SK Hynix‘ neues Packaging- und Testwerk P&T7 in Cheongju. Die Anlage von Air Liquide soll Ende 2027 den Betrieb aufnehmen.

Damit bekommt SK Hynix die Infrastruktur, die es für den nächsten Schritt in der KI-Chip-Fertigung braucht. High-Bandwidth Memory ist das Herzstück moderner KI-Systeme – und die Nachfrage explodiert.

Massiver Ausbau der Produktion

Parallel zur Versorgungssicherheit treibt SK Hynix den Kapazitätsausbau voran. SK-Group-Chairman Chey Tae-won kündigte auf der Computex 2026 in Taipeh an, die Wafer-Produktion binnen fünf Jahren zu verdoppeln. Speicher-Engpässe sieht er noch bis mindestens 2030.

Der Zeitdruck ist enorm: Neue Chipfabriken brauchen drei bis fünf Jahre Bauzeit. SK Hynix will daher die Investitionen beschleunigen. Mit einem globalen HBM-Marktanteil von 58 Prozent im ersten Quartal 2026 hat das Unternehmen die Pole-Position – und will sie verteidigen.

Hinzu kommt ein Preisboom bei DRAM-Speichern. Nach einem Anstieg von 90 bis 98 Prozent im ersten Quartal 2026 sollen die Vertragspreise im zweiten Quartal um weitere 58 bis 63 Prozent zulegen. SK Hynix hat kürzlich die Eine-Billion-Dollar-Marktkapitalisierung geknackt.

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Branche im Umbruch

Goldman Sachs hat die operative Gewinnprognose für 2028 um 24 Prozent auf umgerechnet rund 300 Milliarden Dollar angehoben. Die Botschaft der Analysten: Speicherchips sind keine zyklischen Commodities mehr, sondern strategische KI-Infrastruktur.

Ein weiteres Puzzlestück: Doosan hat am 28. Mai SK Siltron übernommen – den Wafer-Hersteller der Gruppe. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet rund 3,3 Milliarden Dollar. Doosan sicherte sich 70,6 Prozent der Anteile, darunter SK Groups 51-Prozent-Beteiligung. Die Verhandlungen über Chairman Cheys persönlichen Anteil von 29,4 Prozent laufen noch.

Vom 11. bis 13. Juli lädt SK Group zum „New Icheon Forum“. Dort treffen sich Chairman Chey und die Vorstände der wichtigsten Töchter, um die KI-Strategie zu schärfen. Das Motto: „AI acceleration“.

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