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SK Hynix Aktie: 9,92-Prozent-Sturz nach Broadcom-Schock

SK Hynix verliert nach schwachem KI-Ausblick von Broadcom fast zehn Prozent, hält aber an milliardenschweren Expansionsplänen fest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurssturz nach enttäuschendem Broadcom-Ausblick
  • Management hält an Verdopplung der Waferkapazität fest
  • HBM4-Speicher für Nvidias Vera Rubin qualifiziert
  • Goldman Sachs hebt operative Prognose an

Ein Rekordhoch am Dienstag, ein Kurssturz am Freitag. SK Hynix beendete die Handelswoche mit einem Minus von 9,92 Prozent bei 2.070.000 KRW. Auslöser war ein enttäuschender KI-Ausblick von Broadcom, der eine globale Verkaufswelle bei Halbleiterwerten auslöste.

Der PHLX Semiconductor Index verlor an einem einzigen Tag 10,3 Prozent. Broadcom hatte den KI-Umsatz für 2026 auf 16 Milliarden Dollar beziffert — Analysten hatten mit 17,2 Milliarden gerechnet. Die Differenz reichte, um Gewinnmitnahmen in einem überkauften Markt auszulösen.

Dennoch: SK Hynix notiert mit einem Jahresplus von 205,76 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 2.407.000 KRW beträgt 14 Prozent. Der RSI ist mit 59,8 aus dem überkauften Bereich gefallen.

Milliarden-Pläne trotz Kursrutsch

Das Management hält an seinen Expansionszielen fest. Bis Anfang der 2030er Jahre soll die DRAM-Waferkapazität von aktuell 550.000 auf rund eine Million Einheiten pro Monat verdoppelt werden. Der Yongin-Cluster steuert bis 2030 rund 360.000 Wafer bei, das Cheongju M15X-Werk soll bis 2027 auf 80.000 hochgefahren werden.

Parallel läuft ein vertrauliches ADR-Listing-Verfahren bei der SEC. Das Unternehmen spricht von „überwältigend positiven“ Rückmeldungen. Bis zu 14 Milliarden Dollar könnten 2026 an der US-Börse eingesammelt werden.

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Nvidia-Chef gibt grünes Licht

Jensen Huang bestätigte bei einem Besuch in Südkorea die Qualifikation von SK Hynix’ HBM4-Speicher für die kommende „Vera Rubin“-Plattform. Die Zusammenarbeit mit Nvidia bleibt damit zementiert.

Goldman Sachs hob die Prognose für das operative Ergebnis 2028 um 24 Prozent an. Die Begründung: anhaltende HBM-Nachfrage und drohende LPDDR-Engpässe ab 2027.

Die südkoreanischen Privatanleger reagieren derweil mit einer riskanten Wette. Statt breiter ETF-Positionierung setzen viele auf 2x-gehebelte Einzeltitel-Produkte auf SK Hynix — in der Hoffnung auf eine schnelle Erholung. Am Montag, 8. Juni, geht es weiter.

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