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SK Hynix Aktie: 375-Lagen-NAND bis Ende 2026 in Serie

SK Hynix beschleunigt den Kapazitätsausbau für KI-Speicherchips und plant eine Verdreifachung der Wafer-Produktion bis 2034.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wafer-Kapazität soll sich bis 2034 verdreifachen
  • Erstes Werk in Yongin startet 2027
  • 375-Lagen-NAND vor Serienproduktion
  • Aktienkurs seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht

SK Hynix hat eine neue Dimension in die Debatte um KI-Speicherchips gebracht. Der südkoreanische Hersteller plant, seine Wafer-Kapazität bis etwa 2034 zu verdreifachen — ein Zeitplan, der ursprünglich erst für 2045 vorgesehen war.

Yongin wird zum Dreh- und Angelpunkt

Der Konzern baut vier Halbleiterwerke in Yongin. Das erste soll Anfang 2027 den Betrieb aufnehmen. SK-Group-Chairman Chey Tae-won erklärte, die Wafer-Kapazität könne sich innerhalb von fünf Jahren verdoppeln und bis 2034 verdreifachen.

Konkret bedeutet das: Die monatliche DRAM-Wafer-Kapazität soll von derzeit rund 550.000 Einheiten auf etwa eine Million bis 2030 steigen. Allein das erste Yongin-Werk trägt ab der ersten Jahreshälfte 2030 rund 360.000 Wafer pro Monat bei.

Das ist kein kurzfristiger Kapazitätsschub. Es ist eine strukturelle Wette auf das Wachstum der KI-Rechenzentren über das nächste Jahrzehnt.

375-Lagen-NAND kurz vor der Massenproduktion

Parallel zur DRAM-Expansion gibt es einen Fortschritt bei NAND-Flash. SK Hynix hat seinen 375-Lagen-NAND validiert und will ihn bis Ende 2026 in die Massenproduktion überführen. Ursprünglich war das Produkt als 400-Lagen-Chip geplant, wurde aber wegen höherer Fertigungskomplexität auf 375 Lagen angepasst.

Langfristig stehen 480- und 604-Lagen-Architekturen auf der Roadmap. Hinzu kommt ein Materialtausch: Ein Teil der Wortleitungen wechselt von Wolfram zu Molybdän. Der Grund ist physikalisch — bei dünneren Stapelstrukturen steigt der elektrische Widerstand, und Molybdän ermöglicht schnellere Signalübertragung in feinen Strukturen.

Kurs bereits weit vorausgelaufen

Die Aktie legte am Freitag rund 2,3 Prozent auf 2.150.000 KRW zu. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdreifacht — ein Plus von über 217 Prozent. Der RSI liegt bei 58,4, der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt bei fast 37 Prozent.

Das zeigt: Der Markt hat einen Großteil des KI-Speicher-Optimismus bereits eingepreist. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 2.407.000 KRW vom 2. Juni fehlen noch knapp elf Prozent. SK Hynix ist keine günstige Turnaround-Story mehr — die Bewertung setzt voraus, dass der KI-Halbleiterzyklus stark bleibt.

Entscheidend wird sein, ob die Yongin-Werke planmäßig anlaufen und ob der 375-Lagen-NAND tatsächlich bis Jahresende in Serie geht. Gelingt beides, liefert SK Hynix den nächsten konkreten Beweis für seine Führungsposition im KI-Speichermarkt.

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Diskussion zu SK Hynix

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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