SK Hynix bereitet sich auf einen der größten Börsengänge der Finanzgeschichte vor. Der südkoreanische Halbleiterkonzern peilt ein 28 Milliarden Dollar schweres Listing an der Nasdaq an. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine Dominanz im Markt für KI-Speicherchips zementieren.
Starkes Interesse der Großinvestoren
Der formelle Vermarktungsprozess läuft. Über sogenannte American Depositary Receipts (ADRs) bietet das Management 17,79 Millionen neue Aktien an. Zehn ADRs entsprechen dabei einer Stammaktie. Große institutionelle Adressen stehen bereits Schlange. Baillie Gifford, Coatue Management und Situational Awareness Partners signalisieren ein gebündeltes Interesse von rund sieben Milliarden Dollar.
Ursprünglich lag das Finanzierungsziel noch etwas höher. Wegen der jüngsten Abkühlung am Heimatmarkt in Seoul passte der Vorstand die Summe leicht nach unten an. Am Montag gab die Aktie um 3,38 Prozent nach. Dennoch blickt das Papier auf ein massives Jahresplus von 246 Prozent zurück. Der Referenzpreis für das US-Listing basiert auf dem vergangenen Mittwochskurs.
Milliarden für die KI-Infrastruktur
Die Erlöse fließen fast vollständig in den Ausbau der Produktion. SK Hynix will damit den Großteil seines gigantischen Investitionsprogramms stemmen. Zu den Kernprojekten zählen der Yongin Semiconductor Cluster in Südkorea und eine neue Fabrik im US-Bundesstaat Indiana.
Parallel dazu kauft der Konzern hochmoderne Belichtungsmaschinen von ASML. Das Ziel: Der Hauptlieferant von Nvidia will seinen Marktanteil von 62 Prozent bei High Bandwidth Memory verteidigen.
Die Analysten der UBS blicken optimistisch auf den Schritt. Sie hoben ihr Kursziel auf 3,2 Millionen Won an. Als Preistreiber sehen die Experten die kommende Massenproduktion der HBM4-Chips und mögliche Aktienrückkäufe in den USA.
Der Zeitplan für die Wall Street steht fest. Die endgültige Preisfindung für die ADRs findet am 9. Juli 2026 statt. Einen Tag später startet der reguläre Handel an der Nasdaq unter dem Kürzel „SKHY“.
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