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Symbolbild, KI-generiert

SK Hynix Aktie: 166 Prozent Plus seit Jahresbeginn

SK Hynix erzielt Tarifeinigung mit 6,3 Prozent Grunderhöhung und präsentiert HBM4-Fortschritte. Analysten sehen die Aktie nach Kapitalrückkaufplan als unterbewertet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Tarifabschluss mit 6,3 Prozent Grunderhöhung
  • HBM4-Technik mit 2 TB/s Bandbreite
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlungen
  • Aktie seit Jahresbeginn um 166 Prozent gestiegen

SK Hynix hat am Samstag einen vorläufigen Tarifabschluss mit der Arbeitnehmervertretung für 2026 erzielt. Die Belegschaft erhält eine Grunderhöhung von 6,3 Prozent, zusätzlich werden 60 Prozent der Gewinnbeteiligung in Form von Unternehmensaktien ausgezahlt statt in bar.

Der Schritt fällt in eine Phase, in der der Speicherhersteller ohnehin im Rampenlicht steht: Erst vor rund zwei Wochen hatte das Unternehmen seinen milliardenschweren Rückkaufplan sowie erweiterte Investitionsvorhaben bekanntgegeben, seither hat die Aktie kräftig zugelegt.

Am Sonntag präsentierte SK Hynix auf der Hot-Chips-Konferenz 2026 neue Fortschritte bei der Advanced-Packaging-Technik für High-Bandwidth-Memory-Chips. Im Zentrum standen 3D-Stacking- und Bonding-Verfahren für kommende HBM4-Module, die auf eine Bandbreite von 2 Terabyte pro Sekunde und eine Kapazität von 48 Gigabyte pro Stack zielen.

Für Anleger ist das mehr als eine technische Randnotiz: HBM gilt als zentraler Wachstumstreiber im Geschäft mit KI-Beschleunigern, und die Fähigkeit, immer dichtere und schnellere Speicherstapel zu fertigen, entscheidet über die Marktposition gegenüber der Konkurrenz.

Analysten sehen Wende im Sentiment

Am Donnerstag vergangener Woche meldeten sich gleich drei große Investmenthäuser zu Wort. JPMorgan bekräftigte seine Übergewichten-Einstufung mit einem Kursziel von 2,75 Millionen Won und begründete dies damit, dass „das Schlimmste hinter uns liegt“, was die Marktstimmung rund um den neuen Rückkaufplan angeht.

Goldman Sachs bestätigte sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 3,5 Millionen Won und rechnet bis 2027 mit einer Ausschüttungsquote von bis zu 8 Prozent. Nomura ging mit einem Kursziel von 4,7 Millionen Won noch weiter und bezeichnete die Aktie bei den aktuellen Kurs-Gewinn-Multiplikatoren als „deutlich unterbewertet“.

Diese Einschätzungen fallen in eine Phase, in der SK Hynix sein Kapitalrückgabeversprechen bereits formell ausgeweitet hat: Für den Zeitraum 2025 bis 2027 will der Konzern nun über 50 Prozent des kumulierten freien Cashflows an Aktionäre zurückführen, zuvor hieß das Ziel „innerhalb von 50 Prozent“.

Zudem gab das Unternehmen bekannt, am 19. August 82 eigene Stammaktien zum Preis von 1,5 Millionen Won je Aktie an unabhängige Direktoren abgegeben zu haben – ein vergleichsweise kleiner, aber symbolisch relevanter Baustein der laufenden Kapitalmaßnahmen.

Kursreaktion und Ausblick

Am Freitag legte die Aktie um 2,3 Prozent zu und schloss bei 1.730.000 Won. Auf Wochensicht steht ein Plus von 4,1 Prozent zu Buche, während der Titel binnen 30 Tagen um 1,7 Prozent nachgab.

Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursgewinn auf 166 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch aus Ende Juni bei 2.987.000 Won ist die Aktie derzeit noch 42 Prozent entfernt, notiert damit aber weiterhin klar über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Parallel zu den operativen und technologischen Entwicklungen bleibt die China-Frage ein Unsicherheitsfaktor: SK Hynix hatte gegenüber der koreanischen Börsenaufsicht klargestellt, dass zwar Optionen für das Packaging-Geschäft geprüft würden, eine Entscheidung über einen möglichen Verkauf des Werks in Chongqing im Wert von 4 Billionen Won jedoch noch nicht gefallen sei.

Anleger richten den Blick nun auf die Quartalszahlen, die für den 27. Oktober angesetzt sind – dann dürfte sich zeigen, ob sich Lohnabschluss, Technologiefortschritte und Analystenzuversicht auch in den Geschäftszahlen niederschlagen.

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