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SK Hynix Aktie: 14,65-Prozent-Crash vor Q2-Zahlen

SK Hynix verliert 14,65 Prozent an einem Tag und reißt asiatische Halbleiterwerte mit in den Abwärtstrend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Tagesverlust von 14,65 Prozent
  • Asiatische Halbleiterwerte unter Druck
  • Analysten sehen KI-Investitionsunsicherheit
  • Quartalszahlen am Mittwoch erwartet

SK Hynix bricht am Dienstag um 14,65 Prozent ein und schließt bei 1.550.000 Won. Am Montag stand die Aktie noch bei 1.816.000 Won. Der Absturz reißt einen ganzen Sektor mit: Halbleiterwerte in Südkorea, Japan und Taiwan geraten gemeinsam unter Druck, nur einen Tag vor den Quartalszahlen des Speicherchip-Herstellers.

Über 30 Tage hat die Aktie damit 41,02 Prozent verloren. Zum Rekordhoch vom 25. Juni bei 2.987.000 Won fehlen inzwischen 48,11 Prozent.

Der Ausverkauf erfasst ganz Asien

In Seoul trifft es nicht nur SK Hynix. Samsung Electronics verliert mehr als 13 Prozent. Samsung SDI fällt um 11,37 Prozent, LG Innotek sogar um 16,29 Prozent. Seoul Semiconductor gibt 8,78 Prozent nach, LG Chem 7,5 Prozent.

Auch Japan bleibt nicht verschont. Tokyo Electron verliert 10,96 Prozent, Advantest über 10 Prozent. SoftBank Group, über die Arm-Beteiligung ein wichtiger Indikator für KI-Investments, sinkt um 4,43 Prozent. Kioxia, japanischer Hersteller von Computerspeicher, stürzt um mehr als 18 Prozent ab.

In Taiwan schließt TSMC knapp 3 Prozent im Minus. Die Bewegung setzt einen Trend fort: Bereits am Montag hatte der VanEck Semiconductor ETF mehr als 2 Prozent verloren, nach Verlusten schon am Freitag. Micron Technology gab am Montag rund 2 Prozent ab, im vorbörslichen US-Handel am Dienstag weitete sich die Schwäche weiter aus.

Analysten sehen Bewertungsängste und technische Verstärker

Samsung Electronics und SK Hynix zählen zu den weltweit größten Lieferanten von High-Bandwidth-Memory-Chips für KI-Server. Das macht ihre Aktien besonders anfällig für jede Verschiebung in den Erwartungen an die Investitionen großer US-Cloud-Anbieter.

Owen Lamont, Senior Vice President bei Acadian Asset Management, sieht in den heftigen Ausschlägen bei SK Hynix ein Zeichen für die Unsicherheit rund um den KI-Investitionszyklus. Investoren hätten weiterhin kaum Klarheit darüber, wie die Technologie die Wirtschaft langfristig verändern werde, so Lamont.

Er verweist zudem auf die Marktstruktur als möglichen Verstärker der Bewegung. Gehebelte Börsenprodukte könnten die Schwankungen zusätzlich befeuern, auch wenn sie nicht allein für die jüngste Volatilität bei SK Hynix verantwortlich seien. Das gesamte Ökosystem gehebelter ETFs in Korea, Hongkong und den USA trage möglicherweise zur Verstärkung der Marktschwankungen bei, sagt Lamont.

Sundeep Gantori, Chief Investment Officer für Aktien bei Standard Chartered, bringt die Entwicklung mit einer veränderten Wahrnehmung von Chinas Ambitionen im Speicherchip-Markt in Verbindung. Jüngste Medienberichte über chinesische Pläne bei Speicherchips und Lithografie-Ausrüstung hätten die Stimmung gegenüber der gesamten Halbleiterbranche eingetrübt, so Gantori. Langfristig bleibt er dennoch gelassen: Der Markt sei groß genug, damit mehrere Anbieter nebeneinander bestehen und profitieren könnten, während der KI-Investitionszyklus führende Technologiekonzerne weiter stütze.

Quartalszahlen am Mittwoch

Der Ausverkauf trifft SK Hynix nur einen Tag vor einem wichtigen Termin. Am Mittwoch, den 29. Juli, veröffentlicht das Unternehmen seine Zahlen zum zweiten Quartal. Die Optionsmärkte preisen bereits einen zweistelligen Kursausschlag rund um die Veröffentlichung ein — ein Signal für die aufgeheizte Stimmung der vergangenen Handelstage.

Die Aktie notiert derzeit rund 29 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt, liegt aber noch 33 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Diese Spanne zeigt: Trotz des harten Rückschlags bleibt der langfristige Aufwärtstrend intakt. Die Zahlen am Mittwoch dürften darüber entscheiden, ob der aktuelle Ausverkauf eine dauerhafte Neubewertung der KI-Speicherchip-Branche markiert oder sich als kurzfristige technische Korrektur erweist.

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Diskussion zu SK Hynix

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.