Sivers Semiconductors und GlobalFoundries gehen gemeinsame Wege im Markt für KI-Rechenzentren. Die Partnerschaft, die am heutigen 2. Juni 2026 bekanntgegeben wurde, zielt auf optische Verbindungstechnologien — eines der am schnellsten wachsenden Segmente der KI-Infrastruktur.
Laser trifft Siliziumphotonik
Konkret integriert Sivers seine Laser-Arrays in Referenzdesigns auf der Siliziumphotonik-Plattform von GlobalFoundries. Die Technologie unterstützt zwei zentrale Architekturen: Co-packaged Optics (CPO) und Linear Pluggable Optics (LPO). Beide gelten als Schlüsseltechnologien, um Bandbreite und Skalierbarkeit in KI-Anwendungen zu steigern.
Sivers‘ Laser-Arrays werden außerdem Teil der SCALE-Plattform von GlobalFoundries. Diese Plattform kombiniert integrierte Photonikbausteine mit Wellenlängen-Multiplexing und fortschrittlichem Packaging. Das Ziel: energieeffiziente, hochskalierbare optische Engines für Hyperscale-Rechenzentren.
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Markt mit 25-Milliarden-Potenzial
Der adressierte Markt für steckbare Optik soll bis 2030 auf 25 Milliarden Dollar wachsen. Sivers positioniert sich hier mit Laser- und Hochfrequenz-Beamformer-Technologien. Neben KI-Rechenzentren bedient das Unternehmen auch Satellitenkommunikation, Verteidigung und Telekommunikation.
Pipeline wächst, Umsatz hinkt nach
Der Q1-Bericht vom 29. Mai zeichnet ein zweigeteiltes Bild. Die Opportunity-Pipeline wuchs seit Jahresbeginn um 77 Prozent auf 799 Millionen Dollar. Der tatsächliche Umsatz blieb dahinter zurück — belastet durch verzögerte US-Verteidigungsbudgets nach dem Government Shutdown im vierten Quartal 2025 und einem ungünstigen Wechselkursumfeld.
Das Management hält dennoch am Jahresziel fest. Die zweite Jahreshälfte 2026 soll das Wachstum liefern. Parallel prüft der Vorstand eine mögliche Dual-Notierung in den USA — ein Signal, dass Sivers den amerikanischen Kapitalmarkt stärker anzapfen will.
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