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Sivers Semiconductors Aktie: Cicero Fonder liquidiert Position

Top-Manager und Großinvestor stoßen nach Kursexplosion ihre Aktienpakete komplett ab. Der Kurs fällt deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Chefentwickler verkauft alle Anteile
  • Institutioneller Investor Cicero Fonds steigt aus
  • Aktie fällt nach Rekordhoch um 6,5 Prozent
  • Operativ weiterhin rote Zahlen trotz CPO-Phantasie

Sivers Semiconductors blickt auf eine atemberaubende Rally zurück. Innerhalb von drei Monaten schoss der Kurs um fast 2.900 Prozent in die Höhe. Jetzt ziehen erste Großaktionäre drastische Konsequenzen. Ein massiver Abverkauf drückt die Aktie tief ins Minus.

Chefentwickler und Fonds steigen aus

Der Auslöser für den aktuellen Kursrutsch ist brisant. Harish Krishnaswamy hat sein gesamtes Aktienpaket abgestoßen. Der Leiter der Wireless-Sparte verkaufte Anteile im Wert von rund 100 Millionen Schwedischen Kronen. Ein solch vollständiger Rückzug eines Top-Managers macht den Markt nervös.

Parallel dazu verabschiedete sich ein wichtiges Schwergewicht. Der institutionelle Investor Cicero Fonder hat seine Position komplett liquidiert. Der Fonds warf 5,75 Millionen Aktien auf den Markt. Das entspricht etwa 1,8 Prozent des Grundkapitals. Das Volumen dieser Transaktion beläuft sich auf schätzungsweise 452 Millionen Kronen.

Extreme Schwankungen nach Rekordhoch

Die Quittung an der Börse folgte prompt. Am Donnerstag fiel der Kurs um 6,48 Prozent auf 7,87 Euro. Erst am Vortag hatte das Papier ein neues 52-Wochen-Hoch bei 10,23 Euro markiert.

Trotz des Rücksetzers bleibt die kurzfristige Bilanz stark. Auf Wochensicht steht noch immer ein Gewinn von knapp 20 Prozent. Die extreme annualisierte Volatilität von über 242 Prozent zeigt jedoch das enorm hohe Risiko.

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Schwache Zahlen, große Pläne

Operativ hinkt das Unternehmen den hohen Erwartungen hinterher. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete Sivers einen Umsatz von knapp 62 Millionen Kronen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 42,7 Millionen Kronen.

Demgegenüber steht die Fantasie im Bereich der Co-Packaged Optics (CPO). Analysten sehen Sivers als potenziellen Schlüsselspieler in diesem Zukunftsmarkt. Die Branche soll bis 2027 auf ein Volumen von über 80 Milliarden US-Dollar anwachsen. Sivers hat sich dafür bereits wichtige Produktionskapazitäten gesichert.

Das Management treibt die Expansion derweil auf Kapitalmarktebene voran. Seit Anfang Juni notiert die Aktie im OMX Stockholm Benchmark Index. Als nächster strategischer Schritt ist ein Zweitlisting an der US-Technologiebörse Nasdaq in New York geplant. Dort trifft das Unternehmen auf eine deutlich größere Investorenbasis für sein Halbleitergeschäft.

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