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Symbolbild, KI-generiert

Sivers Semiconductors Aktie: Bastani und Thomson verkaufen nach Lock-up-Ende

Nach Auslaufen einer Halteverpflichtung verkaufen Führungskräfte Aktien, während der Vorstandschef zukauft. Der Kurs fällt weiter.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Lock-up-Vereinbarung läuft Mitte Juli aus
  • Verwaltungsratschef und Direktor verkaufen Aktien
  • CEO Vathulya kauft 70.000 Aktien hinzu
  • Q2-Bericht auf den 27. August verschoben

Während der Aktienkurs von Sivers Semiconductors binnen 30 Tagen um fast 61 Prozent einbricht, kaufen und verkaufen Führungskräfte des Unternehmens fast zeitgleich Aktien in entgegengesetzte Richtungen. Der Grund: Eine Lock-up-Vereinbarung ist ausgelaufen. Was folgte, zeigt ein ungewöhnlich klares Bild von Vertrauen und Zweifel innerhalb des eigenen Führungsteams.

Insider gehen getrennte Wege

Am 16. Juli 2026 lief eine zentrale Halteverpflichtung aus. Sie stammte aus einer gerichteten Kapitalerhöhung im April und hatte mehrere Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bis dahin am Verkauf ihrer Aktien gehindert.

Kaum war die Sperrfrist vorbei, verkaufte Verwaltungsratschef Bami Bastani 275.000 Aktien. Zusätzlich verschenkte er Anteile an Familienmitglieder. Noch deutlicher fiel der Schritt von Direktor Todd Thomson aus: Über seine Investmentgesellschaft Headwaters Capital LLC trennte er sich bis zum 22. Juli von 950.000 Aktien.

CEO Vickram Vathulya schlug die entgegengesetzte Richtung ein. Er kaufte am 21. Juli zusätzliche 70.000 Aktien. Damit hält er nun direkt 4.540.076 Aktien, ergänzt durch Mitarbeiteroptionen über 3.700.000 Stück. Diese Divergenz zwischen Vorstandschef und anderen Führungskräften dürfte Marktbeobachter aufhorchen lassen.

Nasdaq-Listing verschiebt den Kalender

Sivers hat seinen Finanzkalender offiziell angepasst. Der Quartalsbericht für Q2 2026 verschiebt sich auf den 27. August. Der Grund liegt laut Unternehmensangaben im Ziel, eine Zweitnotierung an der Nasdaq in New York zu erreichen.

Die zusätzliche Zeit soll sicherstellen, dass die Buchführung den Prüfstandards des US-Aufsichtsgremiums PCAOB entspricht. Das Management wertet diesen Schritt als notwendige Reifung der internen Kontrollsysteme, um den Anforderungen der US-Kapitalmärkte zu genügen.

Charttechnik unter Druck

Der Kurs schloss am Freitag bei 2,83 Euro, ein Minus von 6,35 Prozent an einem einzigen Handelstag. Auf Wochensicht summiert sich der Verlust auf 11,45 Prozent. Der 14-Tage-RSI von 35,4 signalisiert eine Aktie, die sich der überverkauften Zone nähert – ein Hinweis darauf, dass der Ausverkauf technisch bereits weit fortgeschritten ist.

Operative Fortschritte bleiben davon zunächst unberührt. Im Juni verkündete Sivers eine Partnerschaft mit GlobalFoundries im Bereich Silizium-Photonik für KI-Infrastruktur, bei der Laser-Arrays des Unternehmens in optische Referenzdesigns integriert werden. Ein weiterer Großkunde aus der Automobil- und Industriebranche plant für das vierte Quartal 2026 den Produktionshochlauf mit Sivers-Technologie im LiDAR-Bereich.

Ab dem 28. Juli beginnt eine geschlossene Handelsperiode für Führungskräfte mit Managementverantwortung. Bis zum Quartalsbericht am 27. August richtet sich der Blick der Anleger damit auf zwei Fixpunkte: die Zahlen selbst und neue Signale zum Stand des US-Listings.

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