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Sivers Semiconductors Aktie: Arrowstreet steigt ein

Bei Sivers Semiconductors ziehen sich zwei Leerverkäufer zurück, während Arrowstreet einsteigt. Die Aktie erholt sich trotz hoher Quartalsverluste.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Citadel und D. E. Shaw ausgestiegen
  • Arrowstreet Capital neu als Leerverkäufer
  • Quartalsverlust durch Sondereffekt belastet
  • Hardwareerlöse und Auftragspipeline wachsen

Bei Sivers Semiconductors kommt Bewegung in die Positionierung der Leerverkäufer. Nachdem der Kurs des schwedischen Halbleiterherstellers in den vergangenen Wochen massiv eingebrochen war, hat sich das Bild unter den Shortsellern verändert: Citadel Securities ist als öffentlich gemeldeter Leerverkäufer in der Aktie nicht mehr aktiv, während Arrowstreet Capital neu in diese Rolle eingestiegen ist.

D. E. Shaw wiederum hat seine gemeldete Shortposition ebenfalls beendet. Medienberichten zufolge zeigt diese Verschiebung, wie unterschiedlich institutionelle Adressen die weitere Kursentwicklung des Unternehmens einschätzen.

Der Zwischenbericht zum zweiten Quartal 2026, den das Unternehmen am 27. August in einer Online-Präsentation erläuterte, hatte zuvor für erheblichen Druck auf die Aktie gesorgt.

Sivers Semiconductors verfehlte mit einem Nettoumsatz von 53,8 Millionen schwedischen Kronen die Erwartungen deutlich. Das bereinigte EBITDA lag bei minus 35,5 Millionen Kronen, das EBIT sackte auf minus 116,9 Millionen Kronen ab.

Reuters berichtete, dass sich der EBITDA-Verlust von 22,5 Millionen auf 98,3 Millionen Kronen ausweitete und der Nettoverlust von 50,6 Millionen auf 115,0 Millionen Kronen anwuchs. Das Ergebnis je Aktie verschlechterte sich entsprechend von minus 0,19 auf minus 0,38 Kronen.

Sondereffekt und operative Signale

Ein wesentlicher Teil des ausgeweiteten Verlusts geht laut Reuters auf eine nicht zahlungswirksame Belastung durch Sozialabgaben in Höhe von 42,9 Millionen Kronen zurück, die im Zusammenhang mit dem starken Kursanstieg der Aktie entstand.

Klammert man diesen Effekt aus, zeigt sich beim operativen Geschäft ein anderes Bild: Der Produkt- und Hardwareumsatz stieg nach Unternehmensangaben um 13 Prozent im Jahresvergleich, währungsbereinigt sogar um 18 Prozent. Zugleich wuchs die Pipeline potenzieller Aufträge bis Juli auf 1,2 Milliarden US-Dollar.

Auf der Bilanzseite hat sich das Unternehmen zwischenzeitlich Luft verschafft. Reuters zufolge nahm Sivers Semiconductors 825 Millionen Kronen an frischem Eigenkapital auf und wandelte zudem ein Wandeldarlehen über 12 Millionen US-Dollar in Eigenkapital um. Das stärkt die Finanzierungsbasis, ändert aber nichts an der Verwässerung der bestehenden Aktionäre.

Kurs erholt sich nach starkem Ausverkauf

Die Aktie notiert aktuell bei 2,57 Euro und legt damit am heutigen Montag um 5,5 Prozent zu. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 12 Prozent zu Buche, ein Zeichen dafür, wie stark der Ausverkauf nach den Q2-Zahlen ausgefallen war. Vom 52-Wochen-Hoch bei 10,23 Euro, erreicht Anfang Juni, ist das Papier weiterhin 75 Prozent entfernt.

Der Wechsel unter den Leerverkäufern und die heutige Erholung deuten darauf hin, dass der Markt die massive Verlustausweitung inzwischen zumindest teilweise als Sondereffekt einordnet.

Ob sich daraus eine nachhaltige Trendwende ergibt, hängt davon ab, ob das Wachstum im Hardwaregeschäft und die gewachsene Auftragspipeline in den kommenden Quartalen tatsächlich in Umsatz münden. Erst dann dürfte sich zeigen, ob die neu positionierten Shortseller mit ihrer Wette auf fallende Kurse richtig liegen.

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Diskussion zu Sivers Semiconductors

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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