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Symbolbild, KI-generiert

Sivers Semiconductors Aktie: 55 Prozent Minus in 30 Tagen

Wirtschaftsprüfer äußern Zweifel am Fortbestand von Sivers. Der Aktienkurs bricht ein, während das Management auf Milliardenaufträge hofft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Prüfer warnen vor Existenzrisiko
  • Aktie verliert 55 Prozent in 30 Tagen
  • Management verpflichtet sich zu Aktien-Haltevereinbarung
  • Milliardenaufträge sollen Wende bringen

Für Sivers Semiconductors spitzt sich die Krise zu. Wirtschaftsprüfer zweifeln am Fortbestand des schwedischen Chipentwicklers. Das löst an der Börse eine panikartige Flucht aus. Am Mittwoch rutschte das Papier auf 3,58 Euro ab.

Der perfekte Sturm

Drei Faktoren setzen den Kurs extrem unter Druck. Neben den Warnungen der Prüfer belasten Vorwürfe von Leerverkäufern die Stimmung. Hinzu kommt ein drastischer Verwässerungseffekt durch jüngste Kapitalmaßnahmen.

Sivers wandelte kürzlich ein Darlehen über 12 Millionen Dollar in neue Aktien um. Parallel dazu sammelte der Konzern knapp 700 Millionen Schwedische Kronen ein. Institutionelle Investoren zeichneten diese Kapitalerhöhung mehrfach über.

Die Folge: ein beispielloser Kurseinbruch. In nur 30 Tagen verlor die Aktie rund 55 Prozent an Wert. Der Absturz drückt den Kurs weit unter den 50-Tage-Durchschnitt von 6,21 Euro.

Konkurrenz entzieht Liquidität

Ein externes Ereignis verschärft die Lage. Der südkoreanische Speichergigant SK Hynix bereitet ein gewaltiges Listing an der Nasdaq vor. Der Börsengang soll bis zu 29 Milliarden Dollar einbringen. Die Orderbücher für das überzeichnete Angebot schließen noch am heutigen Mittwoch.

Marktbeobachter sehen dieses Megaprojekt als Liquiditätsmagneten. Es zieht unweigerlich massiv Kapital von kleineren Akteuren wie Sivers ab.

Management kauft Zeit

Um das Vertrauen der Aktionäre zurückzugewinnen, geht die Führungsriege in die Offensive. CEO Vickram Vathulya und Finanzchef Heine Thorsgaard unterzeichneten strenge Haltevereinbarungen. Sie verkaufen bis Mitte Juli 2026 keine eigenen Anteile.

Das Management hält strikt am Turnaround-Plan fest. Verträge für KI-Rechenzentren und Rüstungsprojekte im Wert von fast 800 Millionen Dollar sollen die Wende bringen.

Die Kursschwankungen sprengen derweil alle Normen. Die annualisierte Volatilität schießt auf extreme 219 Prozent. Ein RSI-Wert von 33,8 signalisiert zwar eine überverkaufte Situation. Ein charttechnischer Boden fehlt jedoch völlig.

Blick auf den August

Am 6. August präsentiert Sivers die Ergebnisse für das zweite Quartal. An diesem Tag muss das Management handfeste operative Fortschritte vorlegen. Greift die neue Finanzstruktur nicht, droht der nächste Ausverkauf.

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