Sivers Semiconductors erlebt an der Börse Stockholm einen massiven Kurssprung. Die Papiere schossen am Mittwoch um fast 19 Prozent nach oben. Das Handelsvolumen lag bei über 12 Millionen Aktien.
Damit nähert sich der Kurs seinem jüngsten Jahreshoch von knapp 60 Schwedischen Kronen. Der Marktwert des Unternehmens steigt auf 13,48 Milliarden Kronen. Anleger treiben den Preis trotz roter Zahlen weiter an.
Bilanzkorrektur für die Wall Street
Der jüngste Kursanstieg folgt auf einen harten Schnitt in den Büchern. Das Management hat die Bilanzen der Jahre 2024 und 2025 nachträglich korrigiert. Das Ziel: Die Zahlen müssen den strengen US-Standards entsprechen. Sivers prüft derzeit ein Zweitlisting an der Nasdaq in New York.
Die Anpassung drückt das Ergebnis deutlich ins Minus. Der Nettoverlust für 2025 stieg rückwirkend auf 222,6 Millionen Kronen. Zuvor hatte das Unternehmen hier 186,5 Millionen Kronen gemeldet. Auch das Eigenkapital schrumpfte spürbar.
Bereits das Jahr 2024 sieht nach der Korrektur schlechter aus. Der Umsatz sank auf 219,2 Millionen Kronen. Der Verlust vergrößerte sich auf 183,9 Millionen Kronen. Sivers begründet dies mit verschobenen Umsätzen und neuen Bewertungen für Lagerbestände.
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Warten auf die Quartalszahlen
Wegen der aufwendigen Bilanzprüfung verschiebt sich nun der nächste Bericht. Das Unternehmen veröffentlicht die Zahlen für das erste Quartal erst am 29. Mai. Ursprünglich stand der Termin eine Woche früher im Kalender.
Der Markt blendet die schwachen Vergangenheitsdaten aktuell aus. Investoren fokussieren sich voll auf die Fantasie rund um KI-Rechenzentren und Satellitenkommunikation. Hier liefert Sivers essenzielle Bauteile wie Hochpräzisionslaser.
Am 29. Mai muss das Management nun liefern. Der Markt misst die aktuelle Bewertung dann direkt an den frischen Quartalszahlen. Bestätigen sich die hohen Entwicklungskosten und verschobenen Umsätze im neuen Bericht, droht der Aktie ein harter Rücksetzer.
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