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Sivers: Nasdaq-Listing am 15. Juni zur Abstimmung

Sivers Semiconductors bereitet sich mit Führungswechsel und Serienfertigung auf ein Zweitlisting an der Nasdaq vor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Verwaltungsratsmitglieder für US-Pläne
  • Großauftrag von ALL.SPACE über 8,2 Mio. Dollar
  • Kooperation mit GlobalFoundries im KI-Bereich
  • Aktie mit 74 Prozent Plus im letzten Monat

Am 15. Juni stellt Sivers Semiconductors die Weichen für die Zukunft. Das schwedische Technologieunternehmen plant den Sprung an die US-Börse Nasdaq. Dafür baut das Management nun die gesamte Führungsebene um. Die Aktie reagiert auf diese Umbruchphase mit extremen Ausschlägen.

Neues Personal für US-Pläne

Der Umbau beginnt im Verwaltungsrat. Auf der Hauptversammlung in Stockholm sollen Joakim Nideborn und Helena Svancar neu in das Gremium einziehen. Nideborn übernimmt als Vizepräsident die Investorenpflege. Svancar bringt zwei Jahrzehnte Erfahrung im Bereich Fusionen und Übernahmen mit. Drei langjährige Mitglieder verlassen den Rat derweil.

Das Ziel: ein Zweitlisting an der Nasdaq in New York. Dafür durchläuft Sivers aktuell ein aufwendiges Prüfverfahren. Die Bilanzen für 2024 und 2025 müssen den strengen US-Standards entsprechen. Dieser Prozess zwang das Management bereits zu einer Verschiebung der Hauptversammlung. Ohne dieses Upgrade bleibt der US-Kapitalmarkt verschlossen.

Vom Labor in die Fabrik

Parallel zur neuen Struktur ändert sich das operative Geschäft. Sivers wandelt sich vom reinen Entwickler zum Serienfertiger. Ein aktueller Großauftrag von ALL.SPACE untermauert diesen Schritt. Der Vertrag umfasst integrierte Schaltkreise für Satellitenterminals und bringt 8,2 Millionen US-Dollar ein.

Sivers kooperiert außerdem seit Anfang Juni mit GlobalFoundries. Gemeinsam entwickeln die Unternehmen neue Lösungen für den Markt der künstlichen Intelligenz. Das Management rechnet fest mit steigenden Einnahmen. Ab Ende 2026 sollen diese neuen Produktionslinien spürbar zum Umsatz beitragen.

Hohe Schwankungen begleiten den Wandel

An der Börse sorgt dieser Umbruch für reichlich Bewegung. Aktuell notiert das Papier bei 6,98 Euro. Auf Sicht von einem Monat steht ein massives Plus von rund 74 Prozent auf der Anzeigetafel.

Die Kehrseite ist eine extreme Schwankungsbreite mit einer Volatilität von 248 Prozent. Die Aktie hat sich spürbar von ihrem Jahreshoch bei 10,23 Euro entfernt. Am kommenden Montag stimmen die Aktionäre nun über den neuen Verwaltungsrat ab. Dieses Votum entscheidet über das Tempo der US-Expansion.

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Sivers Semiconductors Chart