Nach einem Kursanstieg von über 1.200 Prozent seit Jahresbeginn hat Sivers Semiconductors am Freitag einen harten Dämpfer erlitten. Die Aktie verlor 12,5 Prozent auf 43,52 SEK — ein deutlicher Rücksetzer nach dem Hoch von 59,10 SEK. Die Frage ist nicht, ob der Kurs überhitzt war, sondern ob die kommende Woche den nächsten Schub liefert oder die Korrektur vertieft.
Drei Termine in fünf Tagen
Die Woche beginnt mit einem außerordentlichen Aktionärstreffen am 11. Mai. Auf der Tagesordnung steht eine geplante Kapitalerhöhung: Das Unternehmen will 8,62 Millionen neue Aktien zu je 14,50 SEK ausgeben. Zu den vorgesehenen Investoren zählen DNB Disruptive Opportunities, DNB Nordic Small Cap und Storebrand Sverigefond.
Am 15. Mai folgt der Jahresbericht 2025 — ursprünglich für den 27. April geplant, nun verschoben. Der Grund: Sivers stellt seine Konzernabschlüsse für 2024 und 2025 auf US-PCAOB-Standards um. Das kostet Zeit, ist aber kein Zufall.
Am 20. Mai erscheint der Quartalsbericht für Q1 2026.
Nasdaq New York als strategisches Ziel
Hinter der Rechnungslegungsumstellung steckt ein klares Ziel: Sivers will an der Nasdaq in New York zweitgelistet werden. Die PCAOB-konforme Prüfung ist dafür Pflicht. Das Unternehmen erwartet dabei Anpassungen bei der Umsatzerfassung und Lagerbewertung — betont aber, dass diese die finanzielle Substanz nicht wesentlich verändern.
Nach der Kapitalerhöhung gilt außerdem eine 180-tägige Sperrfrist für weitere Aktienemissionen.
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Photonics für KI-Rechenzentren
Das kommerzielle Fundament ist die Co-Packaged Optics-Technologie für KI-Rechenzentren. Sivers‘ Laser sollen optische Verbindungen ermöglichen, die 80 Prozent weniger Energie verbrauchen als Kupferlösungen.
Im April kündigte Jabil an, einen 1,6T-Transceiver auf Basis der Sivers-Lasertechnologie zu entwickeln. Im März folgte eine Partnerschaft mit O-Net Technologies und Enablence Technologies für ein externes Lichtquellen-Modul. Branchengrößen wie Lumentum und Coherent Corp. melden strukturelle Lieferengpässe — Nvidia investierte Anfang 2026 jeweils zwei Milliarden Dollar in beide Unternehmen. Für Sivers als kleineren Spezialisten bestätigt das die Marktlogik.
Wachstum, aber tiefrote Zahlen
2025 wuchs der Umsatz um 25 Prozent auf 304,1 Millionen SEK. Der Nettoverlust lag bei 186,5 Millionen SEK. Die Opportunity-Pipeline kletterte um 64 Prozent auf 453 Millionen Dollar.
Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 31,1 — weit über dem europäischen Halbleiter-Branchenschnitt von 4,1 und dem Peer-Durchschnitt von 17,5. Der Markt preist hier eine Wachstumsstory ein, keine Gewinne.
Der Quartalsbericht am 20. Mai wird zeigen, ob das Photonics-Geschäft tatsächlich anzieht — und ob die Zahlen das rechtfertigen, was der Kurs seit Jahresbeginn eingepreist hat.
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