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Sivers: 8,2-Millionen-Auftrag bis 2027

Sivers erhält 8,2-Millionen-Dollar-Auftrag für Beamforming-Chips von ALL.SPACE. Der Deal markiert den Start der Serienproduktion für taktische Satellitenkommunikation.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftragswert von 8,2 Millionen Dollar
  • Ka-Band-Chips für Mehrfach-Satellitenempfang
  • Abnehmer ALL.SPACE vor Übernahme durch York
  • Aktie mit 53 Prozent Plus im Monatsverlauf

Sivers Semiconductors hat einen Produktionsauftrag im Wert von 8,2 Millionen US-Dollar an Land gezogen. Auftraggeber ist ALL.SPACE, ein Spezialist für taktische Satellitenkommunikation mit Kunden bei US Army und US Navy. Der Auftrag läuft bis 2027 und markiert den Übergang von der Entwicklungsphase in die Serienproduktion.

Im Zentrum stehen Ka-Band-Beamforming-Chips, sogenannte BFICs. Diese Halbleiter ermöglichen es, Satellitensignale aus verschiedenen Umlaufbahnen gleichzeitig zu empfangen — LEO, MEO und GEO. Für moderne Verteidigungssysteme ist das entscheidend: Sie brauchen stabile Verbindungen, unabhängig davon, welcher Satellit gerade erreichbar ist.

Strategischer Rückenwind durch Übernahme

ALL.SPACE steht kurz vor einer Übernahme durch York Space Systems, das an der NYSE notiert ist. York will damit sein Angebot um bodenseitige Terminals und multi-domain Satelliten-Links erweitern. Für Sivers bedeutet das: Der wichtigste Abnehmer wird Teil eines größeren US-Verteidigungskonzerns.

CEO Vickram Vathulya bezeichnete den Auftrag als Meilenstein. Er sieht darin eine Bestätigung der technologischen Leistungsfähigkeit der Beamforming-Plattform. ALL.SPACE-Chef Paul McCarter verwies auf die starke Performance der gemeinsam entwickelten Technologie bei globalen Kunden.

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Kurs zwischen Höhenflug und Korrektur

Die Aktie spiegelt die Aufregung um das Unternehmen wider — und deren Grenzen. In den vergangenen 30 Tagen legte der Kurs um rund 53 Prozent zu. In den letzten sieben Tagen verlor er knapp 13 Prozent und schloss zuletzt bei 7,28 Euro.

Das 52-Wochen-Tief lag im März bei 0,27 Euro. Die Erholung seitdem ist bemerkenswert. Allerdings notiert die Aktie fast 29 Prozent unter dem Jahreshoch von 10,23 Euro, das erst am 3. Juni erreicht wurde. Die annualisierte Volatilität von über 250 Prozent zeigt: Das ist kein ruhiges Papier.

Der Produktionsauftrag liefert nun fundamentale Substanz für die Kursfantasie. Ob die Bewertung trägt, hängt davon ab, wie schnell Sivers weitere Großkunden gewinnt — und ob die York-Übernahme von ALL.SPACE reibungslos verläuft.

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