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Sivers: 17 Prozent Leerverkäufe vor Q1-Zahlen

Hohe Leerverkaufsquote und Nasdaq-Pläne prägen die Lage bei Sivers Semiconductors vor den Q1-Zahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Leerverkaufsanteil auf 17 Prozent gestiegen
  • Quartalszahlen erscheinen am 29. Mai
  • Analysten erwarten Umsatzrückgang
  • Aufnahme in wichtige Indizes geplant

Knapp 1.700 Prozent Kursgewinn in wenigen Monaten — und trotzdem wächst die Skepsis. Bei Sivers Semiconductors treffen euphorische KI-Fantasie und massiver Leerverkaufsdruck aufeinander. Morgen folgen die Quartalszahlen.

Leerverkäufer setzen auf den Absturz

Der Anteil der leerverkauften Aktien ist explodiert. Lagen die geliehenen Anteile Anfang März noch bei 1,6 Prozent des Streubesitzes, sind es inzwischen rund 17 Prozent. Das ist ein klares Signal: Ein erheblicher Teil des Marktes wettet auf fallende Kurse.

Am Donnerstag gab die Aktie 4,83 Prozent nach und notierte bei 6,90 Euro. Kein Wunder, wenn man bedenkt, was auf dem Spiel steht. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 23,5 Milliarden SEK — das entspricht etwa 2,5 Milliarden Dollar. Diesen Wert müssen die Zahlen von morgen erst rechtfertigen.

Was Analysten von Q1 erwarten

Sivers Semiconductors veröffentlicht am Freitag, 29. Mai, seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Ursprünglich war der 20. Mai geplant. Die Verschiebung entstand durch den Wechsel auf US-amerikanische Prüfungsstandards — notwendig für die angestrebte Nasdaq-Notierung.

Analysten rechnen mit einem Verlust von 0,100 SEK je Aktie. Das wäre eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von 0,190 SEK. Beim Umsatz erwartet der Konsens 74,0 Millionen SEK — ein Rückgang von rund 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren Analysten einen Umsatz von 359,8 Millionen SEK und einen Nettoverlust von 0,340 SEK je Aktie.

Nasdaq-Pläne, Indexaufnahme und ein Schatten

Der Umbau hin zur Doppelnotierung an der Nasdaq schreitet voran. Im Zuge der Umstellung wurden die Jahresabschlüsse 2025 überarbeitet — dabei stellte sich heraus, dass der Nettoverlust höher ausfiel als bisher kommuniziert. Berichten zufolge laufen außerdem Ermittlungen wegen möglicher Insidertransaktionen.

Parallel dazu steht am 1. Juni die Aufnahme in den OMX Stockholm Benchmark Index und den MSCI Small-Cap Index an. Das dürfte institutionelle Käufer anziehen — unabhängig davon, wie die Quartalszahlen ausfallen.

Partnerschaften mit Ayar Labs, POET und Jabil stützen die Wachstumsgeschichte rund um KI-Infrastruktur und optische Komponenten. Nordnet stuft die Situation dennoch als hochriskant ein. Die Lücke zwischen dem Kursanstieg der vergangenen Monate und den tatsächlichen Fundamentaldaten ist groß. Morgen früh wird klarer, ob sie sich schließen lässt.

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