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Sivers: 11-Prozent-Crash nach Manipulations-Vorwurf

Ein Fondsmanager wirft dem Halbleiterkonzern unseriöse Kommunikation vor. Der Aktienkurs bricht nach deutlichem Anstieg massiv ein.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Management von Unseriosität bezichtigt
  • Kurssturz von knapp elf Prozent
  • 30-Tage-Volatilität bei 244 Prozent
  • Fondsmanager kritisiert Pressemitteilungen

Ein Fondsmanager nennt das Management „völlig unseriös“ — und der Kurs bricht ein. Für Sivers Semiconductors war der Freitag ein harter Dämpfer nach einem bemerkenswerten Kursanstieg.

Scharfe Kritik aus der Investorengemeinde

Richard Bråse, Portfoliomanager bei Protean Aktiesparfond Norden, trat am Freitag im schwedischen Sender Di TV auf. Sein Urteil war eindeutig: Das Unternehmen sei „völlig unseriös“, das Management versuche, den Kurs zu manipulieren.

Konkret wirft Bråse dem Halbleiterunternehmen vor, „unrealistische Pressemitteilungen“ zu veröffentlichen. Ziel sei es, den Aktienkurs künstlich nach oben zu treiben — ohne ausreichende substanzielle Grundlage. Diese Vorwürfe trafen den Kurs unmittelbar.

Steiler Absturz vom Allzeithoch

Die Aktie fiel am Freitag auf 7,12 Euro — ein Tagesverlust von knapp elf Prozent. Das ist umso bemerkenswerter, weil das Papier erst am 3. Juni sein 52-Wochen-Hoch bei 10,23 Euro markiert hatte. Vom Gipfel ist die Aktie damit bereits rund 30 Prozent entfernt.

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Kein Wunder, dass Bråses Kritik zündet. Der 30-Tage-Gewinn liegt trotz des heutigen Einbruchs noch bei über 53 Prozent — genau jener Kursanstieg, den der Fondsmanager als problematisch einstuft.

Extreme Volatilität bleibt das Kernrisiko

Die Kennzahlen sprechen eine klare Sprache. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei knapp 244 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt beträgt 3,92 Euro — die Aktie notiert trotz des Rücksetzers noch rund 82 Prozent darüber.

Der RSI hat sich nach dem jüngsten Hoch auf 57,5 abgekühlt. Das überkaufte Terrain ist verlassen. Ob die Glaubwürdigkeitsdebatte damit abgehakt ist, hängt davon ab, wie das Unternehmen auf die öffentlichen Vorwürfe reagiert — und ob es substanzielle Belege für seine Kommunikation liefern kann.

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Diskussion zu Sivers Semiconductors

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.