Singulus Technologies meldet den Verkauf eines weiteren MicroLED-Beschichtungssystems in die USA. Der Folgeauftrag eines Bestandskunden kommt für den spezialisierten Maschinenbauer zur rechten Zeit. Nach massiven Umsatzrückgängen und einer gesenkten Jahresprognose stellt sich die Frage: Kann das Halbleitergeschäft die schwächelnde Bilanz rechtzeitig stabilisieren?
- Ereignis: Folgeauftrag für TIMARIS MicroLED-Beschichtungsanlage.
- Region: Produktionserweiterung eines bestehenden Kunden in den USA.
- Kontext: Fortsetzung der strategischen Ausrichtung auf das Halbleitersegment.
Wachstumsmarkt MicroLED im Fokus
Die erneute Bestellung des TIMARIS-Systems unterstreicht die Relevanz von Singulus im Bereich der Dünnschichttechnologie. Da MicroLEDs als Schlüsselkomponente für künftige Display-Generationen gelten, sichert sich das Unternehmen mit diesem Auftrag wichtige Marktanteile in einer technologischen Nische. Die Präzisionsfertigung solcher Systeme ist hochkomplex, weshalb die Entscheidung des Kunden für eine Kapazitätserweiterung mit bewährter Technik als Vertrauensbeweis gewertet werden kann.
Dieser Erfolg im Halbleiterbereich ist für das Unternehmen essenziell, da andere Sparten zuletzt mit Verzögerungen zu kämpfen hatten. Der Fokus auf zukunftsorientierte Branchen wie Solar, Batterietechnik und Wasserstoff soll die Resilienz gegenüber konjunkturellen Schwankungen erhöhen, zeigt sich in den aktuellen Zahlen jedoch noch nicht in vollem Umfang.
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Schwache Zahlen belasten Jahresbilanz
Der neue Auftrag bildet den geschäftlichen Gegenpol zu einem schwierigen Jahr 2025. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres musste Singulus deutliche Einbußen hinnehmen:
- Umsatz: Rückgang auf 44,3 Millionen Euro (Vorjahr: 61,0 Millionen Euro).
- EBIT: Operatives Ergebnis drehte mit minus 2,5 Millionen Euro in den roten Bereich.
- Auftragseingang: Einbruch auf 30,9 Millionen Euro (Vorjahr: 70,8 Millionen Euro).
Verantwortlich für diese Entwicklung waren vor allem Verschiebungen bei der Vergabe geplanter Großaufträge. Dies zwang das Management dazu, die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025 auf eine Spanne zwischen 65 und 80 Millionen Euro zu korrigieren. Auch beim operativen Ergebnis (EBIT) rechnet das Unternehmen seither mit einem Korridor von minus 4,5 bis plus 0,5 Millionen Euro.
Der jüngste Auftragseingang im Januar 2026 deutet darauf hin, dass die Talsohle bei den Bestellungen durchschritten sein könnte. Während das Geschäftsjahr 2024 noch von einer erfolgreichen Neuausrichtung und einer verbesserten Bruttomarge geprägt war, steht Singulus nun vor der Herausforderung, die operative Profitabilität im laufenden Turnaround wiederherzustellen. Der Ausbau des Halbleitergeschäfts in den USA ist hierbei ein zentraler Baustein, um die mittelfristigen Wachstumsziele trotz des volatilen Marktumfelds zu sichern.
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