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Singulus Aktie: Doppelschlag des Fonds

Ein Investmentfonds erhöht seine Beteiligung an Singulus in zwei Schritten auf 5%. Die Aktie notiert trotz schwacher Geschäftsaussichten und einer Analysten-Herabstufung deutlich im Plus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fonds kauft zweimal und erreicht 5%-Schwelle
  • Aktienkurs legt seit Jahresbeginn über 225% zu
  • Unternehmensprognose für 2025 deutlich gesenkt
  • Analysehaus stuft Wertpapier auf Halten herab

Ein Luxemburger Fonds kauft zweimal innerhalb von drei Tagen — und überschreitet damit eine wichtige Meldeschwelle. Hinter dieser Häufung steckt mehr als Routine.

FPM Funds SICAV Luxembourg hält nach dem jüngsten Zukauf nun 445.000 Singulus-Aktien direkt, was einem Stimmrechtsanteil von 5,00 % entspricht. Gemeldet wurde am 16. April, bereits am 14. April hatte derselbe Fonds eine Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht. Zwei Meldungen in 48 Stunden deuten auf einen gezielten, schrittweisen Positionsaufbau hin — kein Zufallskauf.

Kurs explodiert, Fundamentaldaten hinken hinterher

Die Aktie hat seit ihrem 52-Wochen-Tief von 1,20 Euro rund 300 % zugelegt und notiert derzeit bei 4,77 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf über 225 %. Der Kurs läuft damit weit vor den Geschäftszahlen her.

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Die sind nämlich alles andere als berauschend. Für 2025 erwartet Singulus einen Umsatz zwischen 47 und 50 Millionen Euro — und ein EBIT-Defizit von bis zu 13 Millionen Euro. Zum Vergleich: Schon im Oktober 2025 hatte das Unternehmen die Prognose deutlich gesenkt, damals auf 65 bis 80 Millionen Euro Umsatz. Die nun vorgelegten vorläufigen Zahlen verfehlen selbst diesen bereits reduzierten Ausblick erheblich.

Analyst bremst, Markt ignoriert es

mwb research hat die Aktie nach einer Kursrally von mehr als 200 % auf „Halten“ herabgestuft. Die Begründung: Zwar habe sich die strategische Positionierung verbessert und die Bilanz sei durch eine Kooperationsvereinbarung entlastet worden. Wesentliche Details zur Partnerschaft blieben jedoch unklar, und das Ausmaß des 2025er-Defizits sowie seine genauen Ursachen werfen Fragen zur operativen Umsetzungsstärke auf.

Hinzu kommt: Der geprüfte Jahresabschluss steht noch aus. Bis Ende April soll er vorliegen — inklusive einer konkreten Prognose für 2026. Erst dann wird klar, ob das Unternehmen die aktuelle Erholung fundamental untermauern kann. Ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk ist dafür die Mindestvoraussetzung. Wer investiert ist, wartet auf genau diesen Termin.

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