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Singulus Aktie: Auftragseingang springt auf 28,8 Millionen

Singulus Technologies meldet fulminante Erholung mit Umsatz- und Gewinnsprung. Neue Technologien treiben das Wachstum an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzplus von einem Drittel
  • Operativer Gewinn vervierfacht
  • Neue Aufträge für Perowskit-Anlagen
  • Rechtsstreit bleibt Restrisiko

Nach einem katastrophalen Vorjahr meldet sich Singulus Technologies eindrucksvoll zurück. Der Maschinenbauer verzeichnet volle Auftragsbücher und steigende Gewinne. An der Börse feiern Anleger das Comeback. Die Aktie schoss seit Jahresanfang um über 417 Prozent nach oben.

Vom Schwächejahr zur Trendwende

Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um ein Drittel auf knapp 22 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vervierfachte sich auf 2,2 Millionen Euro.

Das steht in starkem Kontrast zum Geschäftsjahr 2025. Damals brach der Umsatz auf 48,3 Millionen Euro ein. Der operative Verlust lag bei 11,7 Millionen Euro. Verzögerte Aufträge im Solar- und Halbleitergeschäft hatten das Jahr verhagelt.

Inzwischen hat Singulus seine Hausaufgaben gemacht. Die Wirtschaftsprüfer gaben dem Jahresabschluss das uneingeschränkte Testat. Das ist ein wichtiges Signal. In der Vergangenheit fiel das Unternehmen oft durch späte Berichte auf.

Parallel dazu ordnete das Management die Finanzen neu. Ein ungenannter Partner half bei der Refinanzierung der Altschulden. Eine neue besicherte Wandelanleihe ersetzt nun die alten Kredite.

Perowskit und Halbleiter treiben das Geschäft

Operativ stützen neue Technologien das Wachstum. Im Fokus stehen Anlagen für Perowskit-Tandemsolarzellen. Diese versprechen deutlich höhere Wirkungsgrade als klassische Siliziumzellen. Im Auftaktquartal sicherte sich Singulus hier einen neuen Auftrag für eine Vakuum-Beschichtungsanlage.

Auch das Halbleitergeschäft zieht an. Im Januar orderte ein US-Kunde eine weitere Anlage für MicroLEDs. Dazu kommt ein neuer Abschluss für MRAM-Bauteile. Die Folge: Der Auftragseingang sprang zum Jahresstart auf 28,8 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand rund 83 Millionen Euro Umsatz an. Das operative Ergebnis soll im unteren einstelligen Millionenbereich landen. Das Solarsegment steuert dabei voraussichtlich die Hälfte der Erlöse bei.

Rechtsstreit als Restrisiko

Ein Risiko bleibt das laufende Börsenrechtsverfahren. Das Verwaltungsgericht Frankfurt wies eine Klage gegen den Sanktionsausschuss der Börse ab. Singulus beantragte im Mai die Berufung. Der Ausgang des Streits ist offen.

Anleger blenden das aktuell aus. Die Aktie schloss am Freitag bei 7,58 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp unter seinem Jahreshoch. Der Aufwärtstrend ist intakt. Der Abstand zur 50-Tage-Linie ist mit fast 36 Prozent massiv.

Die ehrgeizige Umsatzprognose setzt nun voraus, dass die bestehenden Solar-Partnerschaften zügig an Volumen gewinnen.

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Diskussion zu Singulus

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.