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Siltronic Aktie: Jefferies hebt Kursziel auf 114 Euro

Siltronic verzeichnet steigende Erlöse und optimistischeres Jahresziel trotz anhaltendem Nettoverlust. Analysten sehen einen Wendepunkt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzplus von 4,9 Prozent
  • Nettoverlust bleibt bestehen
  • Prognose für 2026 angehoben
  • Jefferies erhöht Kursziel auf 114 Euro

Der Wafer-Hersteller Siltronic blickt nach einem herausfordernden ersten Halbjahr optimistischer auf den weiteren Jahresverlauf. Trotz eines anhaltenden Nettoverlusts im zweiten Quartal signalisieren steigende Erlöse und eine angehobene Umsatzprognose eine Trendwende im Geschäft mit Siliziumscheiben. Besonders die Nachfrage nach 300mm-Wafern, die in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz, Servern und Speichermedien zum Einsatz kommen, stützt die Entwicklung des Münchner Unternehmens.

Robuste Nachfrage bei Hochtechnologie-Wafern

Im zweiten Quartal 2026 erwirtschaftete Siltronic einen Umsatz von 322 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Während das Geschäft mit den technologisch führenden 300mm-Wafern eine starke Dynamik aufweist, blieb die Nachfrage bei den kleineren 200mm-Wafern zuletzt noch schwach. Das Unternehmen rechnet hier jedoch mit einer deutlichen Belebung in der zweiten Jahreshälfte.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich im abgelaufenen Quartal auf 69 Millionen Euro, was einer EBITDA-Marge von 21,6 Prozent entspricht. Unter dem Strich verbuchte Siltronic allerdings einen Nettoverlust von 63 Millionen Euro, nachdem im ersten Quartal bereits ein Minus von 67 Millionen Euro angefallen war. CEO Heckmeier verwies darauf, dass die Verkaufspreise der allgemeinen Nachfrageerholung derzeit noch hinterherhinken. Zudem belasten ein gegenläufiger Produktmix und die Tatsache, dass die Erholung von einem niedrigen Preisniveau ausgeht, die kurzfristige Ergebniswirkung.

Ausblick und Kapazitätsausbau in Singapur

Für das Gesamtjahr 2026 zeigt sich das Management nun etwas zuversichtlicher und hob die Umsatzprognose leicht an. Die Bestätigung der EBITDA-Marge in einer Spanne von 20 bis 24 Prozent unterstreicht die Erwartung einer Stabilisierung. Um die Effizienz zu steigern, wurden bereits Anpassungen bei den Personalkapazitäten vorgenommen. Ein zentraler Pfeiler für die künftige Profitabilität ist das neue Werk „FabNext“ in Singapur. Laut Unternehmensangaben soll dieser Standort bis Ende des Jahres das Margenniveau des restlichen Konzerns erreichen, da der Hochlauf der Produktion die Auslastung kontinuierlich verbessert.

Dieser Optimismus wird durch eine Verringerung der Lagerbestände bei den Kunden gestützt. Medienberichten zufolge signalisiert das Management, dass das aktuelle Überangebot am Markt bald überwunden sein dürfte. Parallel dazu erhöhen große Akteure der Halbleiter- und Cloud-Branche wie Amazon und Microsoft ihre Investitionsbudgets für das laufende Jahr massiv, was die langfristigen Aussichten für Zulieferer wie Siltronic verbessert.

Analysten sehen positiven Wendepunkt

Die jüngsten Entwicklungen stoßen bei Marktbeobachtern auf positive Resonanz. Der Analyst Constantin Hesse vom Bankhaus Jefferies sieht einen entscheidenden Wendepunkt bei der Wafer-Nachfrage erreicht. In einer aktuellen Studie hob er das Kursziel für die Aktie von 100 auf 114 Euro an und bestätigte die Einstufung auf „Buy“. Die Bestätigung der Erholungstendenzen in der jüngsten Telefonkonferenz des Managements habe diese Einschätzung untermauert.

An der Börse sorgten die Nachrichten heute für eine deutliche Kursreaktion. Die Aktie notiert vorbörslich bei 80,85 Euro, was einem kräftigen Plus von 9,18 Prozent entspricht. Damit setzt das Papier seinen Aufwärtstrend fort und liegt aktuell 24,86 Prozent über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Anleger honorieren damit offensichtlich die Aussicht auf ein stärkeres zweites Halbjahr, auch wenn die volle Wirkung der Erholung erst verzögert in den Bilanzen sichtbar werden dürfte. Die Marktbereinigung im Speichersegment und die ungebrochene Nachfrage nach KI-Hardware bilden dabei das fundamentale Rückgrat für die weitere Entwicklung.

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Diskussion zu Siltronic

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.